Zuviel Geld für Anti-Virus-Software?

Zuviel Geld für Anti-Virus-Software?

Statt gezielt gegen die Internet-Gauner vorzugehen, verlässt sich die Polizei auf die Technik.

In einer Cybercrime-Studie der University of Cambridge wurde herausgefunden, dass britische Regierungsstellen jährlich 640 Millionen Pfund für den Kampf gegen Hacker, Viren und andere Eindringlinge in sensible IT-Systeme ausgeben. Allerdings werden nur zehn Millionen davon für die Vollstreckung entsprechender Gesetze verwendet, der Großteil fließt in Anti-Virus-Software.

Genau das wird in der Studie allerdings massiv kritisiert. Statt sich auf den Einsatz von Technologien zu verlassen, müsste die Polizei konkret gegen die Cyber-Gangster vorgehen. Es würden nur einige wenige Gangs hinter Verbrechen wie Diebstahl von Kreditkartendetails stecken; gegen diese sollte dezidiert vorgegangen werden statt Millionen in ein Abschirmnetz aus Software zu stecken.

Die Anstrengungen gegen Cybercrime müssten auch deshalb verbessert werden, da Konsumenten und Geschäftsleute aus Angst vor Betrügern mit Online-Geschäfte zögern, heißt es in der Studie weiter. In Ländern wie Finnland oder den Niederlanden sei man beim Schutz der Online-Kunden viel weiter, wird konstatiert.

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