Zuckerberg könnte Nokia kaufen...

Zuckerberg könnte Nokia kaufen...

Eine Theorie zeigt, wie weit es der Facebook-Gründer monetär bereits gebracht hat.

Eines vorweg, damit keine Missverständnisse aufkommen: Dies ist ein reines Rechenbeispiel, keine Tatsachenmeldung. Doch Mark Zuckerberg könnte tatsächlich den angeschlagenen Handyhersteller Nokia kaufen. Dazu müsste er nur seine 480 Millionen Stück Facebook-Aktien verkaufen und könnte sich prompt einen netten finnischen Konzern mit großartiger Vergangenheit, allerdings unklarer Zukunft leisten.

Die Facebook-Aktie ist zuletzt nach dem einigermaßen ernüchternden Börsestart wieder zur Ruhe gekommen. Wenige Tage nach dem IPO war die Aktie um fast ein Drittel gefallen, zuletzt stand sie wieder deutlich über 31 Dollar. Gründer und CEO Mark Zuckerberg hält 408 Millionen Stück davon, das wären beim derzeitigen Wert also knapp 13 Milliarden Dollar. Nun ist es unwahrscheinlich, dass Zuckerberg sich davon trennt (im Moment schon gar nicht, siehe Kursentwicklung und seine kürzlich erfolgte Heirat), doch vielleicht hat er ja Lust auf etwas Handfesteres als Like-Buttons und eine Milliarde Nutzer, die sich über Werbung gar nicht freuen und deren Treue noch gar nicht richtig auf die Probe gestellt wurde.

Unglückliche Finnen

Da gibt es zum Beispiel eine Firma in Finnland, die zwar in den vergangenen Monaten vor allem mit Negativmeldungen von sich reden machte, aber noch immer eine gute Marke ist: Nokia wird zwar 10.000 Jobs abbauen und die Allianz mit Microsoft ist bisher nicht wirklich ein Grund für anhaltenden Optimismus – doch die Finnen sind gerade in Schwellenländern mit ihren Handys noch immer gut vertreten. Marktkapitalisierung von Nokia derzeit: 9,362 Milliarden Dollar, Tendenz eher fallend.

Noch ist RIM zu teuer

Damit blieben Zuckerberg nach einem Kauf noch immer mehr als 3,5 Milliarden Dollar. Das reicht zwar nicht, um sich neben Nokia gleich sofort eine zweite Handyfirma mit klingendem Namen, aber absteigender Performance zu kaufen. Denn Research in Motion (RIM) ist 5,4 Milliarden Dollar wert. Noch. Denn der Hersteller der BlackBerry-Handys quält sich von einem Minusquartal ins nächste. Also: Zuckerberg braucht nur noch etwas zu warten, bis der Facebook-Kurs steigt und RIM bzw. Nokia weiter fallen – und hätte mit einem Schlag zwei Traditionsfirmen an der Angel.

Theoretisch. Aber wer hätte vor wenigen Jahren gedacht, dass eine Firma, die Kontaktaufnahme und Austausch von Nebensächlichkeiten via Internet anbietet, einmal mehr als 75 Milliarden Dollar wert sein soll?

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