Weiterer Rückschlag für Facebook

Weiterer Rückschlag für Facebook

Vier von fünf Mitgliedern der Social-Media-Plattform haben sich von Werbung nicht animieren lassen, etwas zu kaufen.

Facebook-Mitglieder in den USA verbringen einer Studie zufolge weniger Zeit in dem weltgrößten Internet-Netzwerk. Die Verweildauer von einem Drittel der Nutzer ist inzwischen niedriger als vor einem halben Jahr, wie eine am Dienstag vorgelegte Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos im Auftrag von Reuters ergab. Jeder fünfte Facebook-Nutzer verbrachte dagegen mehr Zeit auf Facebook. In der Online-Erhebung Anfang Juni wurden mehr als 1000 US-Bürger befragt. Rund 20 Prozent der Befragten hatten keinen Facebook -Zugang.

Die Umfrage zeigt außerdem, dass sich vier von fünf Mitgliedern durch Werbung oder Kommentare auf Facebook bisher nicht zu Einkäufen animieren ließen. "Kommentare und Empfehlungen von Freunden bei Facebook haben eine Menge Gewicht, deshalb bin ich über die Zahl erstaunt", sagte der Analyst Ray Valdes von dem Marktforschungsinstitut Gartner.

Zuletzt waren vermehrt Zweifel aufgekommen, ob die 900 Millionen Facebook-Mitglieder auch die Werbekassen klingeln lassen. Eine Studie der Gesellschaft eMarketer von Februar ließ darauf schließen, dass Facebook-Werbung hinter der Wirkung von Anzeigen per E-Mail oder Postwurfsendungen zurückbleibt. "Das zeigt, dass Facebook noch einige Arbeit vor sich hat, um seine Werbung wirkungsvoller und treffsicherer zu machen", sagte eMarketer-Analyst Debra Williamson.

Facebook konkurriert vor allem mit der Suchmaschine Google um Werbung im Internet. Der Online-Treffpunkt leidet darunter, dass sich immer mehr Mitglieder per Smartphone kurzschließen, auf dem weniger Reklame gemacht werden kann. Seit dem von Pannen begleiteten Börsengang Mitte Mai sind die Aktien des Online-Treffpunkts auf Talfahrt.

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