Studie: Das Handy als Universal- Fernbedienung

Studie: Das Handy als Universal- Fernbedienung

Vom Lautsprecher über den Pulsmesser bis zum Gaszähler: Immer mehr Geräte können mit dem Smartphone gesteuert werden, und immer mehr nutzen diese Möglichkeit. Laut einer Studie von Mindtake Research sind vor allem jüngere Männer von den neuen Möglichkeiten begeistert.

Die Vernetzung von Alltagsprodukten via Internet schreitet unaufhaltsam voran. Beleuchtungsanlagen für Haushalte oder Büros, Klimaanlagen, Gaszähler oder einfachere Dinge wie Lautsprecher oder Pulsmesser werden via Internet vernetzt und das Smartphone wird zusehends zur universalen Fernbedienung im "Internet der Dinge", das den Datenaustausch und die Steuerung der Produkte ermöglicht.

Dem neuen Mobile Communications Report von Mindtake Research zufolge (Download hier) zeigt, dass dieses Internet der Dinge inzwischen keine bloße Vision von Hardware-Herstellern und Mobilfunk-Unternehmen ist, sondern auch in Österreich schon im Alltag angekommen ist. Jeder vierte Smartphone-Besitzer nutzt demnach sein Mobiltelefon bereits, um damit Audiogeräte wie Lautsprecher zu steuern, immerhin jeder zehnte nutzt das Smartphone bereits als Schrittzähler oder kombiniert es mit Geräten zur Messung und Überwachung von Puls, Blutdruck oder anderen Körperdaten.

Als moderner Haushaltsmanager im Pocketformat kommt das Handy etwa bei der Kontrolle von Strom- oder Gaszählern sowie bei der Steuerung von Klimaanlagen zum Einsatz. Vier Prozent der Befragten gaben an, dass sie diese Möglichkeit bereits nutzen. Auch als Alarmanlage oder Babyphone werden Smartphones genutzt. Drei Prozent setzen Smartphones ein, um damit entsprechende Überwachungskameras zu steuern.

Männer und Jüngere als Vorreiter

Wie kaum anders zu erwarten sind bei den neuen Möglichkeiten des Internets der Dinge Männer, und vor allem Jüngere, die Vorreiter. Insgesamt zeigen sich Männer (40 Prozent) begeisterter als Frauen (21 Prozent) wenn es um die Synchronisation und Steuerung von Geräten aller Art mittels Handy geht. So nutzen auch doppelt so viele Männer (32 Prozent) wie Frauen (15 Prozent) ihr Handy als Audio-Player oder setzen es zur Überwachung ein (Männer: fünf Prozent, Frauen: zwei Prozent). Im Bereich Gesundheit und Fitness greifen zwölf Prozent der Männer aber nur acht Prozent der Frauen auf ihr Handy zurück.

Wenig überraschend sinkt der Einsatz des Handys im Zusammenspiel mit Peripheriegeräten mit steigendem Alter: Ein Drittel (34 Prozent) der unter 29-Jährigen, aber bereits nur mehr ein Viertel (25 Prozent) der 30-39-Jährigen nutzt das Handy in Verbindung mit externen Audiogeräten. Bei der Gruppe der 40-49-Jährigen sind es 19 Prozent, bei den 50-59-Jährigen weniger, aber immerhin auch 14 Prozent. Weiters managen 15 Prozent der unter 29-Jährigen und 6 Prozent der 50-59-Jährigen Geräte aus dem Bereich Gesundheit und Fitness via Handy.

Eine steigende Beliebtheit ist auch bei der Nutzung der neuen Möglichkeiten der NFC-Technologie ersichtlich. Die Technologie, die unter anderem auch für das Kontaktlose Bezahlen an Bankomatassen verwendet wird, hat zwar noch lange nicht den Massenmarkt erreicht, die Zahl der aktiven Benutzer ist aber gegenüber dem Vorjahr immerhin von drei auf sechs Prozent gestiegen. Acht Prozent der Männer haben bereits die Möglichkeiten zum Bezahlen mittels NFC genutzt. Frauen sind zurückhaltender. Nur vier Prozent konnten sich bisher mit der Option des kontaktlosen Bezahlens anfreunden.

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