Sony könnte bei Olympus einsteigen

Sony könnte bei Olympus einsteigen

Japanischer Elektronik-Konzern will beim angeschlagenen Kamerahersteller mitmischen.

Der japanische Elektronikriese Sony will nach Insider-Informationen mit umgerechnet einer halben Milliarde Euro beim angeschlagenen Kamera- und Medizingerätehersteller Olympus einsteigen. Ein entsprechender Plan soll noch in dieser Woche genehmigt werden, wie Reuters von drei mit dem Vorgang vertrauten Personen erfuhr. Damit würde Sony einen Anteil von rund zehn Prozent erwerben und größter Aktionär des von einem milliardenschweren Bilanzskandal erschütterten Olympus-Konzerns werden. Sony wolle zusammen mit Olympus neue Medizingeräte entwickeln und im nächsten Jahr ein Mitglied in die Führungsspitze des Partners entsenden.

Olympus ist seit längerem auf der Suche nach einem finanzstarken Partner, um wieder auf die Beine zu kommen. Sony setzt vermehrt auf neue Geschäftsfelder, weil sich der Elektronikkonzern aus dem verlustbringenden Fernsehgeschäft zurückzieht. Die anhaltende Schwäche im Geschäft mit Unterhaltungselektronik brockte Sony am Dienstag eine Herabstufung der Langfrist-Bonität durch die Ratingagentur Standard & Poor's ein. Damit wird es für Sony teurer, sich für Investitionen und Zukäufe Geld zu leihen.

Knapp ein Jahr nach Aufdeckung der Betrugsfälle bei Olympus räumten zum Prozessauftakt am Dienstag drei angeklagte Manager ihre Schuld ein. In dem über 90 Jahre alten Traditionskonzern hatten Verantwortliche über 13 Jahre lang Falschbilanzierungen über rund 1,3 Milliarden Euro vertuscht.

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