Smartphones bringen mit Videos die Netze zum Glühen

Smartphones bringen mit Videos die Netze zum Glühen
Smartphones bringen mit Videos die Netze zum Glühen

Das Smartphone - die Nummer 1 für den mobilen Zugriff zum Internet.

Der Mobilfunk bekommt in den kommenden fünf Jahren einen weiteren Schub. Das klassische Handy wird von hochwertigen Smartphones abgelöst, die den Zugang zum Internet und einer Vielzahl von Anwendungen ermöglicht. Laut Ericsson Mobility Report 2015 wird dadurch die Datennutzung massiv befeuert. Der Abruf von Videos wird um 55 Prozent zunehmen. Notwendig werden Nachrüstungen auf LTE-Mobilfunknetze. Und die 5. Mobilfunkgeneration (5G) geht 2020 an den Start.

Die Mobilfunknetze werden in den kommenden fünf Jahren mit einem massiven Datenverkehr belastet. Das Smartphone wird dabei als Zugangsgerät die Nummer 1 sein. 6,1 Milliarden Smartphones sollen bis zum Jahr 2020 in Betrieb sein. Derzeit sind es 2,6 Milliarden Stück. Wachstumsmarkt Nummer 1 ist dabei Südostasien, gefolgt von Mittlerer Osten sowie Afrika.80 Prozent aller neuen Käufe kommen aus diesen drei Regionen. Und dementsprechend wirkt sich auch die künftige Datennutzung aus. Rund 70 Prozent aller Menschen weltweit werden bis in fünf Jahren ein Smartphone besitzen.

Der massive Zuwachs an Smartphone-Kunden befeuert zudem das Datenaufkommen. Video wird die dominante Anwendung. Rund zwei Drittel des Datenaufkommens kommt vom Videostreaming. Der Datenzuwachs verursacht durch Videos wird mit 55 Prozent pro Jahr beziffert. So wird bis zum Jahr 2020 der Datenverkehr um das 10-fache alleine bei der Smartphone-Nutzung ansteigen, wie der Weltmarktführer Ericsson in seinem Mobility Report 2015 prognostiziert. Der durchschnittliche Datenkonsum wird pro Nutzer von derzeit 2,4 Gigabyte auf bis zu 14 Gigabyte pro Monat steigen. Ericsson hat seine Schätzung aufgrund von Messungen in weltweit über 100 Netzwerken erhoben.

Datennutzung nach Anwendungen.

Allerdings: die Intensivnutzer von Videos stellen nur zehn Prozent aller Nutzer. Sie machen 55 Prozent des Datenverkehrs aus.

Um die immensen Datenmengen übertragen zu können, bedarf es daher auch leistungsfähiger Mobilfunknetze. Die Netzbetreiber sind derzeit rund um den Globus dabei ihre Netz mit der neuesten Funktechnologie LTE nach- und umzurüsten, die etwa einen ruckelfreien Empfang von Videos oder Bewegtbilder in höherer Auflösung ermöglichen. Voraussetzung dafür sind allerdings auch genügend Frequenzen, die von den Netzbetreibern in Auktionen erworben werden. Im Jahr 2020 wird die nächste Mobilfunkgeneration gestartet: 5G soll LTE nachfolgen.

Der Mobilfunkstandard LTE gilt derzeit als der letzte Stand der Technik, der datenintensive Anwendungen via Mobilfunk in höherer Qualität ermöglicht. In Westeuropa können erst 15 Prozent der Nutzer LTE nutzen.

"Im Vergleich zu Nordamerika und anderen Ländern der Welt, die diese Technik früh eingeführt haben, liegt Westeuropa heute noch bei der LTE zurück", sagt Valter D'Avino, Euroapchef von Ericsson. Diesen Rückstand soll Westeuropa jedoch bis zum Jahr 2020 fast aufgeholt haben. Im Jahr 2020 sollen 85 Prozent der Nutzer in Westeuropa mit LTE versorgt werden. Vorreiter bei LTE sind Japan und Südkorea mit derzeit 45 und 70 Prozent Netzabdeckung mit LTE. Letztere werden bis 2020 rund100 Prozent Netzabdeckung mit LTE erzielen.

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