Diese Tech-Tools sorgen für Sicherheit und Spaß im Skiurlaub

Diese Tech-Tools sorgen für Sicherheit und Spaß im Skiurlaub

Die Weihnachtsferien sind vorüber, aber die Skisaison noch 2015/16 noch lange nicht. Schon im Februar stehen die Semesterferien und damit der nächste Run auf die Pisten an. Worauf Sie auf und abseits der Piste nicht verzichten sollten.

Die Piste ist der natürliche Lebensraum der Österreicher, Skifahren ist Nationalsport – allerdings ist die Freude im weißen Wunderland auch mit Risiken verbunden: Mit 37.500 Unfällen war laut Kuratorium für Verkehrssicherheit der alpine Skilauf im Jahr 2014 die gefährlichste Sportart, sie machte fast 20 Prozent aller Sportunfälle aus. Format.at zeigt Ihnen Tools, mit denen Sie auf der Piste erstens sicherer unterwegs sind und sich zweitens lästige Ärgernisse ersparen.

Sportunfälle: Die 10 häufigsten Sportarten
Sportart Unfälle
Alpiner Skilauf 37.500
Fußball 37.200
Radfahren 22.400
Wandern, Bergsteigen 10.100
Hand-, Volley-, Basketball 10.100
Snowboarden 8.600
Jogging, Laufen (div.), Nordic Walking 7.600
Mountainbiken 7.000
Eislaufen, Eishockey 5.700
Gymnastik, (Geräte)Turnen 5.700
Quelle: KFV 2014

Organisation: Anreise, Übernachtung, Skischule

Eine stressfreie Anreise ohne Auto – also etwa mit dem Bus – kann mit der Website www.abzumschnee.at organisiert werden. Wer doch mit dem Auto anreist, der kann über die Navi-Apps seines Smartphones den kürzesten Anfahrtsweg errechnen. Die App „Unterwegs“ der Asfinag informiert außerdem über Raststationen, Baustellen und Stau – inklusive Zugriff auf Webcams.

Wer über Nacht bleibt, der kann sich auf diversen Online-Portalen ein Hotel buchen (einen ausführlichen Ratgeber dazu finden Sie unter diesem Link). Auch Airbnb, eine Online-Vermittlung von Privatunterkünften, gewinnt in ländlichen Regionen immer mehr an Beliebtheit.

Die Online-Auswahl und Buchung einer Skischule bietet das österreichische Start-up checkyeti.com an.

Die richtige Region auswählen

Für die Auswahl der richtigen Skiregion gibt es diverse Websites und Apps. Bewährt hat sich im Test von format.at etwa die Website www.bergfex.at, die es auch als App für Android und iPhone gibt. Nützliche Informationen, etwa zu Wetter und Schneelage, bietet auch die App iSKI Austria.

Die App iSKI informiert über Skigebiete, Wetterlage und Schneesituation.

Von den Gebirgsvereinen gibt es ebenfalls nützliche Informationen, etwa das Tourenportal der Bergfreunde und die App des Alpenvereins. Beide Anwendungen sind auch für andere alpine Sportarten nützlich – etwa zur Auswahl von Wanderrouten im Frühling und Sommer.

Günstige Unfallversicherung

Sollte es während dem Skiurlaub zu einem Unfall kommen, dann müssen die Betroffenen die Kosten für Bergung und Rücktransport selbst tragen – insbesondere bei Hubschraubereinsätzen oder Unfällen im Ausland kann sich der zu zahlende Betrag so auf mehrere tausend Euro summieren. Wer eine inkludierte Versicherung, etwa durch Kreditkarten oder den ÖAMTC, hat, der sollte hier die Konditionen genau prüfen: Laut einer Information des Preisvergleichsportals durchblicker.at bieten diese Versicherungen keinen oder nur unzureichenden Schutz bei bleibender Invalidität.

Stattdessen empfehlen die Betreiber des Portals den Abschluss einer privaten Unfallversicherung. Die Kosten variieren stark: Für Einzelpersonen kosten die günstigsten Unfallversicherungen sechs Euro pro Monat, eine Familie mit zwei Kindern wird ab 45 Euro pro Monat versichert. „Eine teurere Unfallversicherung ist nicht automatisch besser“, sagt Reinhold Baudisch, Geschäftsführer von durchblicker.at: „Die besten Angebote sind mitunter bis zu zwei Drittel günstiger als andere mit vergleichbarer Leistung.“ Unter www.durchblicker.at/unfallversicherung können die Angebote verglichen werden; bei Abschluss einer Versicherung kassiert durchblicker.at eine Vermittlungsprovision.

Schutz bei Lawinen

Wer – vor allem bei Abenteuern abseits der vielbesuchten Pisten – seine Sicherheit erhöhen will, für den gibt es ebenfalls die richtigen Hilfsmittel. Dazu gehört etwa die Mammut Safety App, die durch einen „Risk Check“ im Vorfeld beim Erkennen gefährlicher Gebiete hilft. Dabei werden die Faktoren Gefahrenstufe, Exposition und Hangneigung berücksichtigt. Kommt es doch zum Unfall, so sendet die App die GPS-Daten an den regionalen Rettungsdienst. Ähnliche Funktionen bieten die Apps Snowsafe und die Bergtouren-App von Ortovox.

Kann im Ernstfall Leben retten: ein Lawinensuchgerät von Pieps.

Wer im Fall eines Lawinenunglücks nicht von seinem Smartphone abhängig sein möchte, der kann sich auch spezielle Lawinensuchgeräte kaufen. Diese senden bei einem Notfall die GPS-Daten an die Rettungsdienste, so dass die Helfer den Verunglückten orten können. Empfehlenswerte Lösungen gibt es von Ortovox und vom österreichischen Anbieter Pieps.

Gadgets für Spaß auf der Piste

Abgesehen von den zuvor genannten lebensrettenden Gadgets gibt es weitere Tools, die das Leben auf der Piste deutlich erleichtern. Die Otterbox zum Beispiel ist eine Hülle, die Smartphones vor Erschütterungen schützt – so übersteht zumindest das iPhone den Sturz bei der wilden Abfahrt. Wer den Touchscreen seines Handys auch mit Handschuhen bedienen will, der sollte sich außerdem spezielle Handschuhe kaufen – die meisten Geräte funktionieren nämlich nicht, wenn die Hände in dicken Fäustlingen stecken. Gegen kalte Füße hilft eine Skischuh-Heizung in Form einer beheizbaren Sohle.

Immer beliebter wird es schließlich, diverse sportliche Erfolge aufzuzeichnen und vor den Freunden damit zu prahlen. Das Konzept von smarten Brillen – Stichwort: Google Glass – ist inzwischen in Skibrillen integriert worden, etwa jene von Oakley. Hier sieht der Skifahrer Daten zu seiner Performance, etwa zur aktuellen Geschwindigkeit, direkt in der Brille.

Weiters erleben Action Cams wie die GoPro einen regelrechten Boom. Doch auch diese bergen Gefahrenpotenzial. Mehr dazu erfahren Sie unter diesem Link.

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