Samsung statt Apple

Samsung statt Apple

Die Quartalszahlen von Apple rufen Kritiker auf den Plan. Ohne Steve Jobs läuft es eben doch nicht so rund. Im dritten Geschäftsquartal war ein Umsatz von 37 Milliarden Dollar erwartet worden, tatsächlich lag er "nur“ bei 35 Milliarden Dollar.

Das Ergebnis pro Aktie fiel mit 9,32 Dollar knapp schlechter aus als von Analysten prognostiziert, dennoch gingen Mitte der Woche die Apple-Aktien vorerst auf Tauchstation. Wolfgang Matejka, Chef von Matejka & Partner: "Beim US-Technologiekonzern gehen Anleger davon aus, dass der vom Innovationsgeist beseelte Konzern regelmäßig neue Produkte auf den Markt wirft. Passiert das nicht, gerät Apple schnell in die Kritik.“

Konzernchef Tim Cook verteidigt das schwächere Ergebnis damit, dass Apple-Fans auf das iPhone 5 warten, das im Herbst an den Start geht. Diese Begründung lässt Matejka nicht gelten: "Die Situation ist ähnlich wie bei Nokia, als alle Experten dachten, dass dem Konzern mit einem Marktanteil von 45 Prozent schon nichts passieren wird.“ Der Börsenprofi sieht die Gefahr, dass sich das iPhone totlaufen könnte, da die fünfte, sechste oder siebte Mutation die Kunden nicht mehr hinter dem Ofen hervorlockt. Deshalb rät er von einem Kauf der Apple-Aktie derzeit ab.

Wesentlich attraktiver als der US-Konzern ist der koreanische Konkurrent Samsung. Matejka: "Samsung hat bei neuen Technologien die Nase vorn und luchst dem Platzhirschen Apple kontinuierlich Marktanteile ab.“ Der für europäische Anleger exotische Wert notiert an der koreanischen Börse sowie in Frankfurt, wo beim Kauf wesentlich geringere Spesen anfallen. 44 der insgesamt 45 Analysten, die Samsung-Aktien auf dem Radarschirm haben, geben ein klares Kaufsignal für die Koreaner ab.

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