Passende Werbung: Twitter lokalisiert Apps

Passende Werbung: Twitter lokalisiert Apps

Ob Angry Birds oder Instagram: Twitter spürt die Apps auf, die auf einem Smartphone installiert sind und passt darauf die Werbung an.

Twitter mutiert zum Datensammler: Der Kurznachrichtendienst macht die auf einem Smartphone installierten Apps ausfindig und wählt auf dieser Grundlage passende Werbeanzeigen aus. Wie der Nutzer seine Apps verwendet, werde laut Twitter nicht ausgewertet. Sowohl auf iOS- als auch auf Android-Geräten lässt sich die Einstellung ändern.

Der US-Kurzbotschaftendienst Twitter spürt künftig die auf einem Smartphone heruntergeladenen Apps auf und wählt auf Grundlage der daraus vermuteten Interessen Werbeanzeigen aus. "Wir sammeln und aktualisieren gelegentlich die Liste von Apps, die auf Deinem Mobilgerät installiert sind, so dass wir Inhalte liefern können, die Dich interessieren könnten", so Twitter am Mittwoch in einem Blogeintrag.

Dabei werde aber nicht ausgewertet, wie der Nutzer die Miniprogramme auf seinem Handy nutze. Anhand der Apps auf Smartphones und Tabletcomputern will Twitter den Angaben zufolge nicht nur passende Werbung schalten, sondern den Nutzern auch Vorschläge unterbreiten, welchen anderen Nutzern sie auf der Plattform noch folgen könnten. Twitter will mit der neuen Auswertung seine Werbeeinnahmen und die Aktivität der Mitglieder des Diensts steigern.

Einstellungen können geändert werden

Die Einstellung lässt sich laut Twitter jedoch anpassen. Auf iOS-Geräten finden Nutzer unter "Einstellungen" --> "Datenschutz" --> "Werbung" die Einstellung "Kein Ad-Tracking". Android bietet eine ähnliche Funktion an: Der Punkt "Interessenbasierte Anzeigen deaktivieren" muss ausgewählt werden, dann erfasst Twitter die installierten Apps nicht.

Zahlreiche Firmen werten zu Werbezwecken die Nutzung von Apps oder das Surfverhalten aus. Auch Facebook greift nach weiteren Daten und analysiert das Surfverhalten auch außerhalb des sozialen Netzwerkes - für neue Werbezwecke. Ab 1. Jänner 2015 werden deshalb auch die Nutzungsbedingungen und Datenrichtlinien geändert. Verbraucher können dies in den Einstellungen auf ihren Mobilgeräten verhindern. Allerdings bekommen sie dann weiterhin Werbung angezeigt, diese ist dann höchstwahrscheinlich nicht mehr so interessant für sie.

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