Nokia auf Schleuderkurs

Nokia auf Schleuderkurs

Finnischer Hersteller verliert am Smartphone-Markt weiter an Boden.

Nokia verschleudert in den USA sein Flaggschiff-Smartphone und frühere Zukunftshoffnung "Lumia 900". Nur drei Monate nach der Markteinführung hat der strauchelnde Handyriese den Preis für sein erstes Windows -Smartphone mit der ultraschnellen 4G-Technik halbiert. Nokia-Sprecher Keith Nowak versicherte, eine Preissenkung sei nichts Ungewöhnliches. Samsung biete sein "Galaxy S II" nun auch günstiger an. Das "Lumia" wird von AT&T vertrieben und kostet nur noch 49,99 Dollar im Paket mit einem Zwei-Jahres-Vertrag.

Nokia verliert im lukrativen Smartphone-Markt immer mehr an Boden. Der Absatz des "Lumia"-Modells, mit dem die Finnen dem iPhone von Apple und dem Galaxy von Samsung Konkurrenz machen wollten, läuft sehr schleppend. Nokia gibt am Donnerstag Einblick ins abgelaufene Quartal. Analysten gehen davon aus, dass der Konzern im Handygeschäft seinen Verlust auf 236 Millionen Euro ausweitet. Im ersten Quartal hatte der Fehlbetrag bei 127 Millionen Euro gelegen.

Die Nokia-Aktie gab am Montag mehr als drei Prozent auf unter 1,50 Euro nach. Seit November 2007 verlor der Kurs fast 95 Prozent.

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