Xiaomi will das neue Samsung werden

Xiaomi will das neue Samsung werden

Der schnell wachsende chinesische Handyhersteller will mit seinen Smartphones den Weltmarkt aufmischen und schon bald Samsung und Apple international Konkurrenz machen.

Der chinesische Handy-Hersteller Xiaomi nimmt Kurs auf den Weltmarkt. 2014 will Unternehmensgründer Lei Jun, der das Unternehmen 2010 zusammen mit einer Handvoll Partner aus der Taufe hob, am boomenden Smartphone-Markt dem Platzhirschen Samsung die Vorherrschaft streitig machen. In diesem Jahr wolle die Firma den Smartphone-Absatz auf 40 Millionen Geräte verdoppeln, erklärte Lei Jun am Donnerstag. Voriges Jahr gingen 18,7 Millionen der Handys, die eine weißen Hasen als Markenzeichen haben, über den Ladentisch - eine Plus von 160 Prozent. Der Umsatz habe sich 2013 auf 31,6 Milliarden Yuan (3,8 Milliarden Euro) summiert.

Xiaomi ist eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen auf dem weltgrößten Handymarkt. Vergangenes Jahr verkaufte der Newcomer für ein Quartal sogar mehr Handys als Apple. Bei Chinesen kommen vor allem das Design und die Preise der Geräte an: Kunden müssen für ein Xiaomi-Handy mit dem Google -Betriebssystem Android 130 Dollar bis 410 Dollar auf den Tisch legen. Zum Vergleich: Das günstigste Modell aus der vor kurzem runderneuerten iPhone-Reihe - das 5C - schlägt mit 740 Dollar zu Buche.

Marktführer in China ist Samsung. Der koreanische Konzern wird nicht nur von Xiaomi angegriffen, sondern auch von weiteren einheimischen Produzenten wie Yulong, Lenovo und ZTE.

Apple hat seine Position im Reich der Mitte zum Jahresende deutlich gestärkt und den weltgrößten Mobilfunkanbieter China Mobile nach jahrelangen Verhandlungen als Partner gewonnen. Ab Mitte des Monats gibt es die iPhones auch bei China Mobile. Apple erhält damit Zugang zu 760 Millionen Kunden. Experten gehen davon aus, dass die Kooperation Apple in diesem Jahr drei Milliarden Dollar Umsatz zusätzlich einbringen dürfte.

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