Wiener App-Entwickler Ulmon peilt nächsten Meilenstein an

Wiener App-Entwickler Ulmon peilt nächsten Meilenstein an

Nach der Devise "Weniger ist mehr" stellt Ulmon mit seinen City Maps2Go und seinen Travel Guides einfach zu bedienende Apps für Reisende zur Verfügung.

So richtig bekannt ist das österreichische Unternehmen Ulmon nicht. Hingegen kennen die meisten Besitzer eines iPhones und iPads - oder zumindest die Reisefreudigen unter ihnen - seine Produkte: Die Städteführer und Offline-Maps, die unter den Marken City Maps 2Go und Travel Guide (hier die App für Wien) vertrieben werden, zählen zu den populärsten Programmen dieser Art in der iOS-Welt.

Ulmon wurde Ende 2010 von Tymon Wiedemair und Florian Kandler gegründet. Von Anfang an spezialisierte sich das Unternehmen auf die Entwicklung von Plänen und Städteführern, die speziell bei der Nutzung im Ausland einen Vorteil haben: Sie sind auch offline verfügbar, also ohne Internet-Anbindung. Das ist angesichts teils horrender Roaming-Gebühren (die zwar immer wieder diskutiert werden, aber eine Abschaffung scheint außer Sicht) von Bedeutung.

Schüchtern, aber erfolgreich

"Wir sind eher zurückhaltend und schüchtern im Vergleich zu anderen Start-Ups in dieser Branche", sagt Tymon Wiedemair, Co-Gründer und CEO von Ulmon. Das stört ihn aber gar nicht (oder kaum), denn die Zahlen sprechen für sich: Mit sieben Mitarbeitern hat Ulmon bisher sieben Millionen Downloads generiert. "Also eine Million pro Mitarbeiter", lacht Wiedemair. Darunter sind bezahlte und auch kostenlose Apps, doch wichtiger als die reine Downloadzahl sei ohnehin der Nutzungsgrad der Karten. "Und dieser ist sehr hoch, die Marktdurchdringung beispielsweise in Zentral- und Südeuropa außerordentlich gut", sagt Co-Gründer Florian Kandler. Ein weiterer Meileinstein: Bisher wurden 8000 Destinationen in die Apps integriert.

Weiteres Wachstum ist vorgesehen, im Sommer wird es einen großen Release geben. An der grundsätzlichen Strategie wird sich aber nichts ändern. "Wir wollen die Basisbedürfnisse der Reisenden abdecken, unter anderem mit unseren Offline-Plänen", sagt Wiedemair. Derzeit konzentriert man sich auf iOS, eine Adaptierung für Android werde sukzessive geschehen. "Unser Motto bleibt: Weniger ist mehr", sagt Kandler. Auch hinsichtlich des Kapitaleinsatzes. "Wir arbeiten nach dem in den USA populären Modells des Lean Startup", sagt Wiedemair. Im Gegensatz zu anderen jungen Unternehmen, die mit großem Geldeinsatz ihre Produkte in den Markt werfen, werde man weiterhin nur organisch wachsen. "Und wir sind besser als jene Start-Ups, die mit irrsinnigem Geldeinsatz in den Markt gehen", sagt der Ulmon-CEO.

Grundlage des Erfolgs ist laut Wiedemair das "engagierte Team", das sich aus Spezialisten aus verschiedenen Ländern zusammensetzt. "Es macht uns großen Spaß, gemeinsam etwas voranzubringen", sagt Kandler. Vor der geballten Marktmacht á la Google hat das Ulmon-Team keine Angst. Dass Google mit seiner neuen Maps-Version die Themen Navigation und Internet-Karten dominiert, stört da nicht. "Google Maps ist die beste Karte der Welt, doch wir können Reisenden noch Besseres liefern", sagt Wiedemair.

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