Weihnachten für Apple: iPhone Vertrieb mit China Mobile geregelt

Weihnachten für Apple: iPhone Vertrieb mit China Mobile geregelt

Für Apple ist ein Weihnachtswunsch in Erfüllung gegangen: Ab dem 17. Jänner 2014 kann das iPhone auch in China über China Mobile angeboten werden. China Mobile ist mit 760 Millionen Kunden der größte Mobilfunkanbieter der Welt. Die Apple-Aktien legten zeitweise um 5 Prozent zu.

Weihnachts-Jackpot für Apple: Der iPhone-Hersteller Apple und der weltgrößte Mobilfunkanbieter China Mobile haben sich auf eine Zusammenarbeit geeinigt. Eine mehrjährige Allianz zum Vertrieb von iPhones solle am 17. Januar beginnen, teilte der US-Technologiekonzern am Sonntag mit. Apple erhalte Zugang zu den 760 Millionen Kunden von China Mobile. Details des Abkommens nannte Apple nicht. Auch die Preise werden erst bekannt gegeben.

Die Zusammenarbeit von Apple und dem weltgrößten Mobilfunkanbieter China Mobile ist bei den Anlegern am Montag gut angekommen. Die in Frankfurt gelisteten Apple-Aktien notierten zeitweise fast fünf Prozent fester. Bergauf ging es auch für die Aktien des Chipentwicklers und Zulieferers Dialog Semiconductor mit einem Plus von 3,5 Prozent.

Verkauft werden die neuesten Modelle 5s und 5c. Für Apple ist die Einigung ein Milliardengeschäft. Das weiß auch Apple-Chef Tim Cook. Er sagte, China sei ein extrem wichtiger Markt für sein Unternehmen. Bisher dominieren in China Android-Smartphones. Experten gehen davon aus, dass die Kooperation Apple Umsatzzuwächse in Milliardenhöhe bescheren dürfte.

Wegen unterschiedlicher Technikstandards war China Mobile der einzige Mobilfunker in der Volksrepublik, der noch keine iPhones vertreibt. Mit der Vergabe von Lizenzen für den neuen Mobilfunkstandard 4G (LTE) hatten die chinesischen Behörden zuletzt aber den Weg für eine Kooperation mit Apple geebnet. Mit Anbietern wie China Unicom und China Telecom arbeitet Apple bereits seit längerem zusammen.

Kräftiger Schub für Apple im weltgrößten Mobilfunk-Markt

Der Deal dürfte Apple einen kräftigen Schub im weltgrößten Mobilfunk-Markt China geben. Dort machen international kaum bekannte einheimische Smartphone-Anbieter mit ihren günstigen Geräten den großen Teil des Geschäfts aus. Aber auch die großen chinesischen Anbieter wie Lenovo, ZTE und Huawei sind sehr stark. Die Verhandlungen zwischen den beiden Unternehmen waren über mehrere Jahre gelaufen. Streitpunkt war vor allem die Apple-Forderung nach einer Mindestgarantie für die Zahl verkaufter Smartphones. Dem chinesischen Partnerunternehmen werden durch den Deal wiederum bessere Chancen eingeräumt, sich gegen seine beiden kleineren Rivalen China Unicom und China Telecom zu behaupten, die iPhones schon seit längerem in der Volksrepublik vertreiben.

Den dortigen Markt dominieren bisher Smartphones mit dem Android-Betriebssystem von Google. Derzeit hat China Mobile einen eigenen 3G-Mobilfunkstandard, der nicht mit bisherigen iPhone-Modellen kompatibel ist. Anfang Dezember genehmigte die Regierung in Peking den drei staatlichen Mobilfunkbetreibern allerdings Lizenzen für das schnellere und bessere Netz 4G und befeuerte damit den Wettbewerb zwischen den Anbietern zusätzlich.

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