Telefonieren mit dem Handy wird teurer - Tarife zu vergleichen lohnt sich

Telefonieren mit dem Handy wird teurer - Tarife zu vergleichen lohnt sich

Bisher konnten sich die Österreicher immer wieder über sehr niedrige Handytarife und weiter sinkende Preise freuen. Jetzt müssen sie sich darauf einstellen, dass mobiles Telefonieren wieder teurer wird.

Österreichs Handynetzbetreiber mussten in den vergangenen Tagen dem Bund rund zwei Milliarden Euro überweisen. Es handelt sich dabei um die Beträge zur Bezahlung der Funkfrequenzen für die vierte Mobilfunkgeneration LTE im vergangenen Herbst.

Für die Österreicher, die seit Jahren niedrige Tarife gewöhnt sind, haben die hohen Kosten unangenehme Folgen: Sie werden sie sich darauf einstellen müssen, dass die Unternehmen versuchen werden, ihre Ausgaben wieder reinzuholen. Yesss! und Bob haben bereits Preiserhöhungen angekündigt.

Die Preissteigerungen sind aber nicht nur auf den Kauf der Frequenzen zurückzuführen. Damit das Netz entsprechend ausgebaut werden kann, sind ungefähr eine Milliarde Euro zusätzlicher Investitionen notwendig. Der Vorteil: Mit einem LTE-Handy ist das Surfen mit dem Smartphone deutlich schneller; vor allem wer viel mit dem Handy online unterwegs ist, wird sich über diese Entwicklung freuen.

Bei T-Mobile wird die Preiserhöhung vor allem in Bezug auf den Datentransfer stattfinden. Der Umsatz war seit einigen Jahren stetig rückläufig. Hinzu kommt, dass ab dem Jahr 2016 die Einnahmen aus den Roaminggebühren für Telefonate in und aus dem EU-Ausland wegfallen.

Weitere Kosten durch Servicepauschale

Im Internet ist die Empörung über diese Entwicklung deutlich zu spüren. In den Foren geht es teilweise heiß her und Diskussionen werden ausführlich geführt. Konnten die Österreicher bisher zu sehr günstigen Preisen telefonieren und SMS schreiben, bestehen mittlerweile Zweifel, ob sie noch immer gegenüber anderen Ländern privilegiert sind.

Auch die Servicepauschale, die schon 2011 die Gemüter erregt hat, und immer dann fällig wird, wenn der Anbieter oder der Tarif gewechselt wird, erregt weiter die Gemüter. 20 Euro müssen die Kunden dann bezahlen; zwar erhalten sie dafür Sonderleistungen wie eine Diebstahlsperre oder eine Änderung des Kennworts, lieber würden sie aber sicherlich auf diesen Service verzichten. Es lohnt sich daher besonders, bei der Wahl eines neuen Tarifes aufzupassen und nach einem günstigen Anbieter Ausschau zu halten. Über einen Vergleichsrechner wie er von Tarife.at angeboten wird, können Konsumenten nach ihren Bedürfnissen passende Verträge suchen.

Allerdings sollten Interessenten auf einige Punkte achten: So ist zum einen das Kleingedruckte aufmerksam zu lesen, da eine komplizierte Kündigung gelegentlich zu Kritik führt. Selbst zu rechnen, ist ebenfalls sinnvoll: Ein teures Smartphone günstig über den Netzbetreiber zu kaufen und dafür monatlich hohe Tarifkosten bezahlen zu müssen ist nicht immer die günstigste Variante. Ein selbst gekauftes, für alle Netze offenes Smartphone kann man auch im Falle eines Tarifwechsels weiterverwenden, ohne dass man es davor entsperren lassen und dafür wieder bezahlen muss. Außerdem sind die monatlichen Kosten für SIM-Only-Tarife, also Tarife, die nicht an den Kauf eines Handys gebunden sind, in der Regel deutlich günstiger.

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