Neues iPhone 6S mit "Force Touch" – China als Wachstumsmarkt

Neues iPhone 6S mit "Force Touch" – China als Wachstumsmarkt

China liebt das jüngste Apple-Modell, das iPhone 6.

Im September soll Apple Gerüchten zufolge das neue iPhone 6S vorstellen, und bereits jetzt wird über neue Funktionen des weltweit erfolgreichsten Smartphones spekuliert. Fix ist jedenfalls, dass sich das iPhone in China zum absoluten Hit entwickelt hat.

Vermutlich im September soll die nächste Generation von Apples iPhone, das iPhone 6S, präsentiert und wenige Tage später auch verkauft werde – und die Gerüchteküche läuft bereits jetzt auf Hochtouren. So meldet etwa der Finanzinformationsdienst Bloomberg mit Berufung auf informierte Kreise, dass Apples Zulieferer bereits mit der Vorproduktion des neuen Kult-Smartphones begonnen haben; im Juli soll die Massenproduktion starten.

Fix eingeplant ist den Insidern zufolge die Funktion „Force Touch“, die bereits von der Apple Watch bekannt ist: Das Display erkennt, wie stark der Nutzer auf den Bildschirm drückt und führt je nach Stärke des Drucks unterschiedliche Funktionen aus. Ansonsten sollen die neuen iPhones ähnlich aussehen wie die Vorgänger, das iPhone 6 und das iPhone 6 Plus, und auch über die gleichen Displaygrößen verfügen: 4,7 und 5,5 Zoll.

Größere Bildschirme – höhere Preise

Die großen Bildschirme der jüngsten iPhone-Modelle halfen den Kaliforniern, auf Augenhöhe mit der Konkurrenz zu agieren und passende Produkte für den chinesischen Markt zu schaffen. Daraufhin konnte Apple den Absatz im ersten Quartal 2015 um 40 Prozent auf 61,2 Millionen Stück steigern – das übertraf erstens die Prognosen der Analysten und stupste zweitens Samsung vom Thron, welche drei Jahre lang den Titel des weltweit größten Smartphone-Produzenten innehatten.

Der größte Absatzmarkt im vergangenen Quartal waren auch erstmals nicht mehr die USA – sondern China. Die Chinesen, so ein Ergebnis des Marktforschers IDC, kaufen nicht mehr bloß Billig-, sondern zunehmend auch Qualitätsprodukte: Alleine in den sechs Monaten von Anfang Oktober bis Ende März ist der durchschnittliche Preis für ein Smartphone in China von 192 Dollar auf 239 Dollar gestiegen. Und diese Veränderung ist vor allem auf Apple zurückzuführen, meint Ryan Ma, Analyst bei IDC: Die jüngsten Modelle mit den größeren Bildschirmen entpuppen sich als Publikumshit, und das pusht den durchschnittlichen Verlaufspreis nach oben.

Eine große Bestätigung ist dies für Apples CEO Tim Cook, der von Analysten und Aktionären unter Druck gesetzt wurde, für den asiatischen Markt billigere Produkte zu entwickeln. Cook hingegen ließ die Preis hoch und brachte den Chinesen stattdessen ein Produkt, das ihren Geschmack trifft – das Billig-Plastikmodell iPhone 5C hingegen entpuppte sich als Ladenhüter. Auch Samsung setzt mit seinen jüngsten Galaxy-Geräten auf das Premium-Segment; die Billig-Schiene hingegen wird hauptsächlich noch von chinesischen Herstellern wie Lenovo, Huawei und Xiaomi gefahren.

Wichtiger Faktor für Lieferanten

Das iPhone ist nicht nur für Apple selbst, sondern auch für die Zulieferer erfolgsentscheidend – denn in Zeiten schwächelnder PC-Verkaufszahlen sind die Produzenten in China laut Bloomberg immer mehr von den Verkaufserfolgen der Apple-Smartphones abhängig. Bei Hon Hai Precision Industry Co., dem größten Mitglied der Foxconn Gruppe, machte Apple im vergangenen Jahr etwa 50 Prozent des Umsatzes aus. Terry Gou, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Foxconn-Gruppe, verspricht für heuer ein Umsatzwachstum von über zehn Prozent. Das gleiche Ziel hatte er sich allerdings bereits im Vorjahr gesetzt – und verfehlt.

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