James Bond lässt grüßen: Boeing-Smartphone mit Selbstzerstörungsmechanismus

James Bond lässt grüßen: Boeing-Smartphone mit Selbstzerstörungsmechanismus

Der US-Luftfahrt- und Rüstungskonzern Boeing enthüllte am Mittwochabend ein Smartphone, wie man es sonst nur aus James-Bond-Filmen kennt. Es hat nicht nur die Fähigkeit, Anrufe zu verschlüsseln, auch jeder Versuch, das Gehäuse des Smartphones zu öffnen, führt zur sofortigen Löschung sämtlicher darauf gespeicherter Daten. Außerdem wird das Gerät dadurch komplett unbrauchbar.

Das Hochsicherheitshandy ist das Pioniermodell für den Ausbau des Telekommunikationszweigs des Luftfahrtriesen aus Chicago, das für seine Passagier- und Kampfflugzeuge bekannt ist. Die Zielgruppe für Boeings neues unantastbares Mobiltelefon sollen Regierungsbehörden und -beauftragte sein, die ihre Daten und Kommunikationswege gesichert wissen möchten, so Boeing und die FCC (Federal Communications Commission) laut Reuters. Medienberichten zufolge wird "Black" nicht für "normale" Handy-Telefonierer gebaut, sondern soll unter strengen Auflagen an Vertragspartner wie das US-Militär verkauft werden. Dazu könnte es bei Boeing auch Eigenbedarf geben, wird im Internet spekuliert.

Das Gerät, dass in den USA hergestellt werden soll, wird auf Googles Betriebssystem Android laufen. Das 13,2 x 6,8 Zentimeter große Mobiltelefon ist nur etwas größer als das iPhone von Apple und verfügt über zwei SIM-Karten. Damit kann man mehrere Netzwerke gleichzeitig nutzen statt nur eines, wie es bei herkömmlichen Handys üblich ist.

Preis noch unbekannt

Aufgrund der Sicherheitsfunktionen des Geräts veröffentlichte Boeing nur wenige Details über die Netzbetreiber und Hersteller, mit denen im Rahmen des Projekts zusammengearbeitet wird. Preis und Erscheinungsdatum sind noch nicht bekannt, aber Boeing soll bereits begonnen haben, das Handy potenziellen Kunden anzubieten.

Das Handy soll auf Breitband-CDMA-, GSM- und LTE-Frequenzbändern laufen und verfügt auch über WLAN und Bluetooth. "Das Unternehmen entwickelt das Mobiltelefon seit 35 Monaten", sagte Boeing-Sprecherin Rebecca Yeamans. "Wir sahen in einer bestimmten Marktlücke ein Bedürfnis unserer Kunden", welches Boeing mit seiner technologischen Expertise befriedigen wollte, so die Sprecherin.

Ein der FCC vorgelegter Kaufvertragsentwurf besagt, dass das Gerät nur von Boeing oder einem seiner Tochterunternehmen direkt verkauft werden wird. Yeamans teilte mit, dass Boeing das Know-how der eigenen Spezialisten mit dem Wissen jener Techniker verknüpfe, die erst kürzlich durch Übernahmen zu Boeing gekommen waren, darunter Argon ST, Digital Receiver Technology, Kestrel Enterprises und Solutions Made Simple.

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