Hedy Lamarr- Leinwandgöttin und Erfinderin

Hedy Lamarr- Leinwandgöttin und Erfinderin

Hedy Lamarr

Filmstar und Erfinderin Hedy Lamarr, geboren am 9. November 1914 in Wien. Der Hollywood-Diva aus der klassischen Schwarz-Weiß-Ära verdanken wir die Basistechnologie für die Mobilkommunikation. Ihr Geburtstag ist der Tag der Erfinder. Google würdigt den 101. Geburtstag der Lamarr mit einem Doodle.

1932 lief Hedwig Eva Maria Kiesler, die später als "Hedy Lamarr" bekannt wurde, minutenlang unbekleidet durch den Film „Ekstase“. Eine andere Einstellung zeigt ihren erregten Gesichtsausdruck. Ein Skandal, der Sittenwächter auf der ganzen Welt und nicht zuletzt den Papst erzürnte. Vor einem Jahr, zum 100. Geburtstag der Diva, erschien das Buch "Hedy Darling" . Daren erinnert sich ihr Sohn Anthony Loder an seine Mutter: Hollywood-Ikone, Technik-Pionierin, gefallener Stern.

Zum 101. Geburtstag würdigt Google die Lamarr mit einem Doodle.

Wäre es nach dem Willen ihrer Eltern gegangen, hätte die außergewöhnlich hübsche Hedy ein Leben als Ehefrau, als Accessoire des Waffenfabrikanten Fritz Mandl geführt. Vier Jahre nach der Heirat riss sie aber aus und arrangierte ein Treffen mit MGM-­Manager Louis B. Mayer.

Kurz darauf hatte sie ihren Vertrag in der Tasche. Der Beginn der glanzvollen, aber auch skandalumwitterten Hollywood-­Karriere der Hedy Lamarr, die nach mehr als 50 Filmen - neben "Extase" unter anderem „Samson und Delilah“, sechs Ehen und zahlreichen Affären in Vergessenheit geriet.

Schillernder Mythos

Zwanzig Jahre lang, von den frühen 1930er Jahren bis in die frühen 1950er, war Lamarr eine Ikone, eine Filmgöttin mit einem makellosen Äußeren. Sie galt aber auch als männerverschlingender Vamp und war ein Dauergast auf den VIP‐Seiten der Klatschmagazine.

Erst viel später wurde bekannt, dass Lamarr mit einer Erfindung, die sie für die US-Armee und den Kampf der USA gegen die Nazis entwickelte, die heutige mobile Kommunikation möglich machte. Ihr Sohn Anthony Loder schreibt über seine Mutter: "Der Hollywood-­Presse war sie als „schönste Frau der Welt“ bekannt, ein Ruf, der ihr Leben tatsächlich mehr ruinierte als dass er ihr half. Sie war enthusiastisch, neugierig, klug und kreativ. Anstatt auf Hollywood-­Parties zu gehen, blieb sie lieber Zuhause und erfand Dinge.

1942 entwickelte sie eine patentierte Funkfernsteuerung für Torpedos. Diese war durch sich selbsttätig wechselnde Frequenzen stör- und abhörsicher. Zu der Erfindung war es gekommen, als sie und der Komponist George Antheil eines seiner Werke für 16 Klaviere synchronisieren wollten. Das Problem löste sie mittels identischer Lochkarten in Sender und Empfänger. Dadurch waren die zeitgleichen Frequenzwechsel möglich. Daraus entwickelte sich eine Spreiz-Spektrum-­Technologie, die ein sicheres und simultanes Teilen von Funkfrequenzen erlaubt - die Basis für die moderne Mobilkommunikation.

Lamarr wollte ihren MGM-Filmvertrag beenden und nach Washington ziehen, um dort „neue Idee heraussprudeln“ zu lassen. Niemand nahm sie ernst. Auch das US-Militär nicht, das ihre Bekanntheit stattdessen nutzte, um die Truppenmoral zu heben. Die Erfindung kam erst mit der GSM-Technik zum Einsatz, da war das Patent aber bereits abgelaufen.

Ihr zu Ehren wurde ihr Geburtstag, der 9. November, zum Tag der Erfinder gekürt.

"Hedy Darling"
Ankerherz-Verlag, 30,70 €

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