Facebook greift mit Slingshot Bilderdienst Snapchat an

Facebook greift mit Slingshot Bilderdienst Snapchat an

Bild geknipst, versandt und automatisch gelöscht. Das Prinzip der Snapchat-App ist denkbar einfach. Nun will Facebook mit einem eigenen Dienst - Slingshot (Steinschleuder) - Kunden gewinnen. Fotos und Videos können verschickt werden und löschen sich von alleine. Die Neuheit bei Facebook: Um erhaltene Bilder zu sehen, muss ein Nutzer dem Absender zunächst selbst etwas zurückschicken.

Bilder, die von alleine verschwinden, sind ein Hit vor allem bei jungen Internet-Nutzern. Das weltgrößte Online-Netzwerk Facebook musste sich in diesem Bereich bisher der App Snapchat geschlagen geben, kontert jetzt aber mit einem neuen Versuch.

Facebook unternimmt einen neuen Anlauf, die populäre App Snapchat mit ihren automatisch verschwindenden Bildern anzugreifen. Über die am Dienstag zunächst nur in den USA gestartete Anwendung mit dem Namen Slingshot (Steinschleuder) können Fotos und Videos verschickt werden, die sich nach der Ansicht von alleine löschen. Facebook hat sich allerdings etwas neues einfallen lassen: Um erhaltene Bilder zu sehen, muss ein Nutzer dem Absender zunächst selbst etwas zurückschicken.

Snapchat ist vor allem bei jungen Nutzern beliebt. Und gerade bei dieser wichtigen Altersgruppe wird oft über ein nachlassendes Interesse an Facebook spekuliert, auch wenn belastbare Zahlen dazu bisher fehlen. Facebook scheiterte 2013, Snapchat zu kaufen

Facebook hatte im vergangenen Jahr versucht, Snapchat zu kaufen, doch die Gründer lehnten ab. Das Angebot lag laut Medienberichten bei drei Milliarden Dollar (2,21 Mrd. Euro). Facebook machte daraufhin die Übernahme des Messaging-Dienstes WhatsApp für bis zu 19 Milliarden Dollar fest. Bereits seit 2012 hatte Facebook als Konkurrenz für Snapchat die App "Poke" im Angebot, bei der die Fotos nach dem Ansehen ebenfalls von selbst verschwanden. Sie fand jedoch nur wenige Nutzer und wurde vor kurzem aus den Download-Plattformen zurückgezogen.

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