Blackberry setzt auf Billighandy

Blackberry setzt auf Billighandy

CEO Chen warnt bereits, falls die Rechnung nicht aufgehen sollte: "Wenn der Markt dieses Produkt nicht gut annimmt, müssen wir ganz klar mit ein paar negativen Folgen fertig werden"

Jakarta/Toronto Der angeschlagene BlackBerry-Konzern mit Hauptsitz im kanadischen Waterloo will mit einem Billig-Smartphone seinen Niedergang aufhalten. Das am Dienstag in der indonesischen Hauptstadt Jakarta vorgestellte Modell Z3 soll neue Kunden insbesondere in Schwellenländern anlocken und zum Rettungsanker werden.

"Wenn der Markt dieses Produkt nicht gut annimmt, müssen wir ganz klar mit ein paar negativen Folgen fertig werden", räumte Konzernchef John Chen ein. Das neue Gerät zum Preis von unter 200 Dollar (145 Euro) ist das erste Modell, das Chen seit seinem Amtsantritt Ende vergangenen Jahres auf den Markt bringt. Von dem Premium-Modell Blackberry 10 hatten sich viele Kunden enttäuscht gezeigt.

Um den übermächtig gewordenen Rivalen Apple und Samsung die Stirn bieten zu können, holte Blackberry beim Z3 den Apple-Zulieferer Foxconn mit an Bord. Der kanadische Konzern hat rapide Marktanteile verloren. Der einstige Smartphone-Pionier versucht nun von der Verunsicherung wegen der NSA-Affäre zu profitieren und will sich stärker als Anbieter für Geschäftskunden aufstellen, für die eine sichere Verschlüsselungstechnik besonders wichtig ist. Nach Verlusten und mehreren Entlassungswellen steht das klassische Geschäft mit den Multifunktionshandys allerdings auf dem Prüfstand.

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