Android-Handys sind akut bedroht

Android-Handys sind akut bedroht

Nutzer von Android-Smartphones müssen besonders aufpassen, dass sie sich keine Schad-Software auf ihr Gerät holen: Laut einer Analyse des US Department of Homeland Security und des FBI sind vor allem ältere Versionen des Google-Betriebssystems anfällig für Angriffe.

79 Prozent aller Malware-Attacken (darunter versteht man Schadprogramme wie Computerviren) auf mobile Betriebssysteme haben im Vorjahr Android-Geräte betroffen, nur 19 Prozent Symbian-Modelle und überhaupt nur 0,7 Prozent das Apple-Betriebssystem iOS. Das zeigt eine Untersuchung des US-Departments für Innere Sicherheit und des FBI, die nun über amerikanische Medien an die Öffentlichkeit gelangt ist. Die Betriebssysteme Windows Mobile und BlackBerry waren jeweils nur von 0,3 Prozent der ermittelten Malware-Angriffe betroffen.

Ältere Versionen im Umlauf

Ein Hauptgrund für diese große Anfälligkeit von Android ist die Tatsache, dass noch knapp die Hälfte der Android-Nutzer ältere Versionen vor 2.3.7 verwenden. In der kurzen Analyse der US-Behörden werden Regierungsstellen davor gewarnt, auf solche Schadsoftware bei Mobilgeräten zu achten; vor allem das regelmäßige Updaten des Betriebssystems dürfe nicht vergessen werden.

Zu den akuten Bedrohungen zählen etwa gefälschte Google Play-Domains - auf diesen werden Nutzer aufgefordert, Kreditkartendetails und andere Daten bekannt zu geben. Den größten Anteil der Schadprogramme machen aber SMS-Trojaner aus, die zum versenden von Kurznachrichten an gebührenpflichtige Nummern verleiten können. Das kann zu hohen Gebühren für die ahnungslosen Nutzer führen.

Android leidet unter der Vielfalt

Die Vielzahl an unterschiedlichen Geräten und Systemversionen ist generell eine Hürde für Android: Im Gegensatz zu iOS-Apps müssen Programme für Android auf viele unterschiedliche Variationen programmiert werden. Das schreckt viele Entwickler ab, die dann lieber für Apple-Geräte Software herstellen.

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