Microsoft Surface Pro: Tablet mit Notebook-Allüren

Tastatur zum Andocken

Die Tastatur, wahlweise ein softes Touch-Keyboard oder eine vollwertige Notebook-Tastatur, wird über einen cleveren magnetischen Docking-Mechanismus mit dem Tablet verbunden.

Tastatur zum Andocken

Die harte Variante entpuppte sich im Test als hervorragendes Keyboard für Vielschreiber und gehört zu den besten am Markt. Damit lässt sich der Aufpreis von 120 Euro, den Microsoft für das „Type Cover“ verlangt, wohl rechtfertigen. Optional gibt es auch eine Maus um 70 Euro.

Im zweiten Anlauf hat es bei Microsoft endlich geklappt: Nach dem enttäuschenden ersten Tablet, dem Surface RT, legt der Softwareriese mit dem Surface Pro die Messlatte für mobiles Arbeiten ein ganzes Stück höher: Das neue Microsoft-Tablet ist weitaus mehr als ein iPad-Klon.

Unter dem hochwertigen Gehäuse steckt nicht (wie bei den meisten anderen Tablets) anämische Handy-Ausrüstung, sondern ein vollwertiges Notebook mit entsprechend hoher Rechenleistung. Die Kombination aus Intel-i5-Prozessor, 4 GB Arbeitsspeicher und flottem Grafikchip reicht nicht nur für gängige Büroanwendungen und zum Surfen, selbst aktuelle Spiele laufen auf dem schlanken Tablet flüssig.

Als Softwarebasis dient Windows 8. So zwiespältig das neue Microsoft-Betriebssystem auf Desktop-PCs aufgenommen wurde, macht es in Verbindung mit der Touch-Bedienung des Tablets wirklich Sinn. Das „Metro“ genannte Bedienkonzept gefällt uns im Test sogar deutlich besser als das vergleichsweise angestaubte Icon-Raster, mit dem Apples iPad daherkommt.

Kreativ

Für eine ganz bestimmte Käuferschicht dürfte sich das Surface Pro schnell zum Nonplusultra mobiler Arbeitsgeräte entwickeln: Wer unterwegs Skizzen oder Grafiken mit Papier und Bleistift angefertigt hat, kann das nun digital erledigen. Möglich macht das der mitgelieferte Stift, der das Display in ein druckempfindliches Grafiktablet verwandelt. Das Zeichnen machte im Test einen hervorragenden Eindruck – eine echte Alternative zum analogen Skizzenblock. Und: Der Stift wird über Magnet an der Tablet-Seite gut angedockt.

Schade nur, dass dem Surface Pro so schnell die Puste ausgeht. Normale Büroarbeit zwang den Akku nach fünf Stunden in die Knie, bei der Wiedergabe von HD-Videos rief das Tablet kurz vor Ende des zweiten Kinofilms nach Strom (3,5 Stunden). Abhilfe ist anscheinend schon in Sicht: Zubehör-Hersteller haben bereits Tastatur-Docks mit integriertem Zweit-Akku in Aussicht gestellt.

Preis : € 879 (64 GB), € 979 (128 GB).
Verkaufsstart in Österreich ist Ende Mai.

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