Irland: Keine Steuererleichtungen für Apple

Irland: Keine Steuererleichtungen für Apple

Apple zahlt laut Medienberichten in Irland besonders wenig Steuern. Der irische Ministerpräsident hat diese Behauptungen nun aber zurückgewiesen.

Der irische Ministerpräsident Enda Kenny, dessen Land derzeit den EU-Vorsitz innehat, hat vor Beginn des EU-Gipfels Vorwürfe gegen sein Land zurückgewiesen, wonach Apple extra wenig Steuern in Irland bezahle. "Ich wiederhole, die Körperschaftssteuer in Irland ist klar und transparent. Wir haben keine Ausnahmevereinbarungen mit irgendwelchen individuellen Unternehmen in diesem Bereich."

Es werde im Juli einen OECD-Bericht geben, der den Focus auf einen neuen Konsens über ein transparentes internationales Steuersystem legen werde. Hier stehe Irland sogar an der Spitze solcher Bemühungen.

Stabile Steuer

Kenny betonte, dass Irland seit Jahren eine stabile Körperschaftssteuer habe. Aber es liege nicht nur daran, sondern auch an "unserer Technologie und unserem Talentepool, dass die Unternehmen zu uns kommen". Die EU-Kommission sei in der Apple-Causa bisher nicht an ihn herangetreten, auch nicht wegen anderer Unternehmen. Jedenfalls "erlauben wir keine individuellen Steuervereinbarungen mit einzelnen Unternehmen".

Zuvor hatte Irlands Außenminister Eamon Gilmore betont, sein Land verhandle keine Steuersätze mit Unternehmen. "Es gibt keine Regeln für besondere Steuersätze. Alle Unternehmen zahlen 12,5 Prozent.

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