Zauberwürfel: 40 Jahre Rubiks Cube

Zauberwürfel: 40 Jahre Rubiks Cube

54 kleine Quadrate bringen seit vier Jahrzehnten Menschen zur Verzweiflung - oder lassen sie jubeln: 1974 erfand der Ungar Erno Rubik den Zauberwürfel, seither versuchten Menschen auf der ganzen Welt, das Rätselspiel zu lösen. Google ehrt den Erfinder mit einem Doodle.

Simpel aufgebaut und doch eine Riesen-Herausforderung für Rätsellöser: Der Zauberwürfel - oder Rubik's Cube - wird heuer 40 Jahre alt. 1974 erfand ihn der Ungar Erno Rubik, seither wurden über 300 Millionen Stück des bunten Würfels verkauft. Die Suchmaschine Google gratuliert dem Erfinder des komplizierten Würfels heute mit einem Doodle auf seiner Startseite.

Der Würfel besteht aus 54 kleinen Quadraten, deren Position in drei Dimensionen bewegt werden kann. Ziel ist es, die Farben willkürlich durcheinanderzubringen und dann durch Drehen der Flächen wieder die Ausgangsposition zu erreichen.

Rubik's Cube fasziniert seit seiner Erfindung Menschen in aller Welt. Im Jahr 1981, sieben Jahre nach der Einführung des Würfels, schaffte der Mathematiker Morwen Thistlethwaite die Lösung in 52 Zügen. 1992 gelang es Michael Reid in 39 Zügen, einen Tag später stellte Dik Winter mit 37 Züge einen neuen Rekord auf. Die schnellste Zeit, in der die Farbflächen wieder gleichgeschaltet wurden, schaffte er Niederländer Mats Valk 2013 bei den Zonhoven Open in Belgien: Er brauchte lediglich 5,55 Sekunden.

In 20 Zügen zum Erfolg

2010 hat ein internationales Forscherteam sämtliche Lösungen herausgefunden, mit denen das Rätsel des bunten Zauberwürfels Rubik's Cube gelöst werden kann. Dabei fanden die Tüftler einen Algorithmus, mit dem die Endposition des Würfels mit sechs einfarbigen Flächen immer in 20 Zügen erreicht werden kann. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Internet.

"Jeder, der den Würfel löst, nutzt einen Algorithmus, also eine Abfolge von Schritten zur Lösung", erklärte das Team von Mathematikern. "Es gibt viele unterschiedlich komplizierte Algorithmen, diejenigen, die ein Mensch sich merken kann, umfassen meistens mehr als 40 Schritte", erläutern die Forscher. Auf der Suche nach dem idealen Algorithmus kamen die Mathematiker auf die Zahl 20.

Suche nach schnellster Methode dauerte 30 Jahre

Die Suche nach der schnellsten Methode, um den Zauberwürfel zu beherrschen, dauerte 30 Jahre. "Nach der Erfindung des Würfels dauerte es allein 15 Jahre, um eine Position zu finden, aus der er mit 20 Schritten gelöst werden kann", hieß es ferner, "da ist es nur angebracht, dass wir 15 Jahre später beweisen, dass alle Positionen mit 20 Zügen gelöst werden können".

Bei ihrer Studie setzten die Tüftler Computer ein, die ihnen von der Internetfirma Google zur Verfügung gestellt worden waren. Dabei arbeiteten sie Milliarden verschiedene Positionen des Würfels durch, von denen sie jede einzelne in "lediglich ein paar Wochen" lösten.

Wirtschaft

Mateschitz und Benko checken bei Checkrobin ein

Technik

Twitter verschärft Regeln gegen Hetze und Gewaltandrohungen

Wirtschaft

Druck auf Booking.com wegen Preisklauseln