Ein neuer Konkurrent für Spotify und Apple Music

Ein neuer Konkurrent für Spotify und Apple Music

WeTransfer behauptet, unter anderem Gespräche mit dem Management von Madonna zu führen

Gegen eine monatliche Gebühr können Nutzer bei Spotify und Apple unbegrenzt Musik hören. An diesem Markt will nun auf dem niederländische Unternehmen WeTransfer mitmischen. Das Angebot soll exklusiv und gratis sein.

Kaum hat Rdio Insolvenz angemeldet, bekommen die Musik-Streaming-Anbieter Apple Music, Spotify und Deezer einen neuen Konkurrenten. Denn demnächst steigt auch das niederländische Unternehmen WeTransfer in das Geschäft mit Musik aus dem Netz ein, berichtet der Finanzinformationsdienst Bloomberg. Die Pläne wurden von Seiten des Unternehmens bestätigt.

Bei Streaminganbietern zahlen Nutzer eine monatliche Abogebühr, um grenzenlosen Zugriff auf zig Millionen Songs zu bekommen. Das Geschäftsmodell von WeTransfer hingegen besteht aus der Möglichkeit, Dateien über das Web zu verschicken – der Basis-Dienst ist kostenlos, für zehn Euro im Monat können Kunden auch größere Datenpakete versenden. Interessant ist das etwa für Filmschaffende, die so ganze Videos in Windeseile an ihre Partner weiterreichen.

WeTransfer hat im Februar von Highland Capital Partners Europe ein Investment in Höhe von 25 Millionen Dollar erhalten, wodurch das Unternehmen derzeit mit 100 Millionen Dollar bewertet wird. Umsatzzahlen sind nicht bekannt, laut Bloomberg wird aber die Hälfte des Umsatzes mit Werbung, die andere Hälfte mit kostenpflichtigen Abonnements erzielt. Der größte Markt für das vor sechs Jahren gegründete Unternehmen ist Europa, in den USA wachsen die Holländer stark.

Gespräche mit Madonna und Justin Bieber

Mit dem Musikangebot möchte WeTransfer sich von Konkurrenten wie Dropbox oder Box differenzieren, sagt Maarten Kadiks, Marketingmanager bei WeTransfer. Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal wäre, Künstler zu Exklusivveröffentlichungen zu überreden: Manche Ikonen, darunter Prince, haben bereits Songs und Videos auf WeTransfer veröffentlicht. Dem Unternehmen zufolge ist man außerdem im Gespräch mit namhaften Musikern wie Madonna, Pharrell oder dem Teenie-Star Justin Bieber.

Laut Kadiks sollen die Künstler WeTransfer nutzen, um kommende Alben und Projekte zu bewerben – es sei wahrscheinlicher, dass sie einzelne Soundclips oder Rohversionen dort präsentieren als ganze Alben. In einer Werbeform erscheinen die Künstler als ein Hintergrund der Website. Für die Endkunden soll das Musikangebot gratis sein.

Wirtschaft

Mateschitz und Benko checken bei Checkrobin ein

Technik

Twitter verschärft Regeln gegen Hetze und Gewaltandrohungen

Wirtschaft

Druck auf Booking.com wegen Preisklauseln