Weihnachts-Shopping: Europäer kaufen immer öfter über Smartphone und Tablet

Weihnachts-Shopping: Europäer kaufen immer öfter über Smartphone und Tablet

Android statt Mariahilfer Straße, iOS statt Einkaufszentrum: Heuer wird jedes zehnte Geschenk bereits via Mobilgerät geordert.

Hurra, der Weihnachtsstress ist da. In ganz Europa rüsten sich die Händler und auch die Konsumenten bereits für die kommenden Wochen des Wahnsinns. Die ersten Weihnachtsilluminationen wurden bereits gesichtet, auch Punschstände stehen schon parat, um semidepressive Xmas-Beteiligte mit niederqualitativem Alkohol abzufüllen. Das alles wäre ja halbwegs lustig, wenn man sich nicht selbst einen irrsinnigen Druck wegen der Geschenke machen müsste.

Stress oder nicht Stress?

Immer öfter greifen deshalb die Europäer lieber zum Smartphone oder zum Tablet statt sich in angebliche Gefahrenzonen wie die Mariahilfer Straße zu begeben: Wie der aktuelle „Adobe Digital Index 2013 Online Shopping Forecast“ berechnet hat, werden die Online-Einkäufe via Mobilgeräte im November und Dezember im Vergleich zum Vorjahr um 68 Prozent zunehmen - damit lassen die Europäer sogar die Amerikaner klar hinter sich: In den USA wird das M-Shopping (blöder Begriff, ich weiß!) heuer „nur“ um 40 Prozent zulegen. Insgesamt liegen die Amis beim Xmas-Mobil-Shopping (noch blöderer) aber noch voran: Der Anteil der Weihnachtseinkäufe im Internet, die über mobile Geräte getätigt werden, wird in Europa demnach heuer 12,4 Prozent betragen, in den USA bereits 14 Prozent. Deutschland liegt mit 10,6 Prozent leicht unter dem EU-Schnitt, die mobilen Einkäufe bei den Nachbarn werden um 63 Prozent zunehmen. Für Österreich gibt es keine eigenen Daten. Typisch.

Schon nächstes Jahr zur Weihnachtszeit werden die Europäer jedenfalls ebenso oft oder sogar häufiger mobil shoppen als die Amerikaner. Dort erreichen die Online-Umsätze mit 2,27 Milliarden US-Dollar am "Cyber Monday" (2. Dezember) ihren Höhepunkt (plus 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Deutschlands Höhepunkt im Online-Shopping ist traditionell der 8. Dezember: an diesem Tag wird das Volumen der Einkäufe im Web rund dreimal höher sein als im Tagesdurchschnitt des restlichen Jahres. Für Österreich dürfte das ähnlich aussehen.

Was lernen Händler daraus, falls sie überhaupt etwas lernen. "Das rapide Wachstum des mobilen Shoppings in Europa ist ein klares Signal an Einzelhändler, dass eine mobile Strategie überlebenswichtig ist und nicht nur ein Nice-to-have", sagt Mark Phibbs, Vice President EMEA Marketing von Adobe. Zwar würden Tablets derzeit noch deutlich häufiger fürs Shopping genutzt als Smartphones, die „höhere Dynamik“ komme aber von Smartphones, heißt es in einer Aussendung von Adobe: Über Mobiltelefone getätigte Transaktionen im Einzelhandel wachsen deutlicher schneller als jene über Tablets.

Der Aufruf von Phibbs: „Integriert Smartphones und nicht nur Tablets in eure Strategie!“

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