Urlaub in letzter Sekunde

Urlaub in letzter Sekunde

Plötzlich ist der Urlaub da, wieder einmal ist nichts gebucht. Ein Blick aus dem Fenster auf die herannahende Gewitterfront rät: "Nichts wie weg!“ Aber geht das mitten in der Hauptsaison überhaupt? FORMAT hat das Schnäppchenangebot getestet.

Planung ist zwar bekanntlich das halbe Leben, wer darauf heuer in Sachen Urlaub aber "verzichtet“ hat, muss sich dennoch keine Sorgen machen - es gibt ja noch die andere Hälfte. Und alleine ist man damit auch nicht, eine wachsende Zahl von Menschen geht inzwischen spontan auf Reisen.

Walter Krahl, Vertriebschef der Ruefa-Reisebüros: "Im Wesentlichen gibt es zwei Gruppen von Urlaubern. Das Gros der Kunden bucht seinen Sommerurlaub in den Monaten Jänner bis März. Das sind vorwiegend Leute, die ein sehr enges Zeitkorsett haben oder die eine ganz bestimmte Unterkunft suchen. Familien mit Kindern sind in der Regel zum Beispiel keine Last-minute-Kunden. Die andere Gruppe - und dazu zählen vor allem die sogenannten Dinks (Double Income, No Kids) - bucht eher impulsiv und damit last minute.“

Reiseschnäppchen in der Hochsaison

In Sachen Reisebudget müssen sich "Impulsurlauber“ 2014 jedenfalls keine grauen Haare wachsen lassen. Trotz Ferien in allen Bundesländern wimmelt das Internet derzeit vor lauter Last-minute- und Super-last-minute-Schnäppchen. Wer die richtigen Reiseportale und Buchungsplattformen kennt, kann im Augenblick zu Preisen verreisen, die so manchem Frühbucher sauer aufstoßen könnten. Markus Orth, Vorstandsvorsitzender des Last-minute-Marktführers L’TUR: "Im Moment ist das Reiseangebot sehr breit und sehr gut verfügbar. Und die Preise sind so gut, wie sie in den letzten fünf Jahren nicht mehr waren. Im Vergleich zum Vorjahr sehen wir bei Destinationen wie Rhodos eine Preisreduktion um 25 Prozent, im Bereich Rotes Meer sind es minus 28,1 Prozent, bei Lanzarote minus 19,7 Prozent.“

Reiseportale im Last-minute-Test

Inwieweit man von diesem Preisverfall profitieren kann, hängt natürlich von der Wahl des richtigen Reiseanbieters ab. FORMAT hat über mehrere Wochen Angebot und Preisentwicklung auf den wichtigsten Buchungsplattformen beobachtet und die allerbesten Angebote in den Bereichen (Super-)Last-minute-Pauschalreisen, Ferienflüge und Unterkunft herausgefiltert.

Tipps und Tricks

Ergebnis der FORMAT-Preiserhebung: Das aktuelle Tiefstpreisangebot für eine Woche Urlaub am Meer liegt momentan bei unglaublichen 198 Euro (holidaycheck.at und reisegeier.at). Der billigste Charterflug in den Süden kostet ganze 53 Euro hin und retour (ruefa.at). Bei Last-minute-Pauschalreisen und -Flügen sollte man sich allerdings nicht darauf verlassen, dass das am Abend entdeckte Superschnäppchen am Morgen auch noch da ist. So manches tolle Angebot verschwand während des Tests innerhalb weniger Stunden wieder vom Bildschirm.

Die unten angeführten Preise sind deshalb nur eine Art Momentaufnahme. Manchmal hilft dann nur noch warten: Die Preise für Charterflüge und Pauschalreisen befinden sich wenige Tage vor dem Abflug üblicherweise auf dem Tiefststand. Flugreisen, die nicht am Wochenende, sondern während der Arbeitswoche starten, sind in der Regel günstiger.

Natürlich gibt es dabei auch ein Zockerrisiko: Wer zu spät klickt, den bestraft der Urlaubsgott. Manchmal merkt man das erst, wenn man die Reise wirklich buchen will und den Button "Angebot prüfen“ betätigt. Die gefürchtetste Message lautet dann - abgesehen von "ausgebucht“ - "kurzfristige Preisänderung des Veranstalters“. Das vermeintliche Schnäppchen kann dann nämlich plötzlich dreimal so teuer sein.

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