Puls4 legt sich mit Google an

Puls4 legt sich mit Google an

Laut Geschäftsführer Markus Breitenecker "täglich mindestens ein" Video aus dem Puls 4-Programm auf der Plattform. Die Sortierung der Clips nach Themen ist für ihn ein eindeutiges Zeichen für eine "redaktionelle Bearbeitung".

Der heimische Privatsender Puls 4 legt sich mit Google an. Puls 4 klagt das Unternehmen, da der Sender seine Urheberrechte verletzt sieht, erklärte Geschäftsführer Markus Breitenecker gegenüber der Tageszeitung "Der Standard" und dem Branchenmagazin "Horizont".

Im Kern geht es dabei um die zu Google gehörende Videoplattform YouTube, wo User selbstständig Inhalte hochladen können. Puls 4 klagt nun auf Unterlassung, da YouTube Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung leiste. "Wir wehren uns dagegen, dass es YouTube ermöglicht, von uns hergestellte Inhalte illegal hochzuladen, ohne zu fragen und ohne Urheberrechte abzugelten", so Breitenecker. "Das ist praktisch Diebstahl unserer Inhalte. Juristisch: eine Verletzung unserer Urheberrechte." Seinen Angaben zufolge finde sich "täglich mindestens ein" Video aus dem Puls 4-Programm auf der Plattform, die "jedenfalls Beihilfe zur Verletzung von Urheberrechten" leiste. "Vielleicht stiftet die Plattform sogar dazu an." Zum Vergleich dazu ein paar Zahlen, die Matt Brittin, Vice President Business and Operation Google Europe, jüngst im Gespräch mit format.at nannte: Pro Minute werden weltweit 100 Stunden Videomaterial hochgeladen, sechs Milliarden Stunden Videomaterial werden von den Nutzern jeden Monat angesehen.

YouTube wisse, welche Inhalte hochgeladen werden, "sonst würden strafrechtlich relevante Videos ja nicht gesperrt", monierte Breitenecker im "Standard". Zudem würden die Clips sortiert, nach Themen geordnet und verknüpft. Für den Puls 4-Chef eindeutig eine "redaktionelle Bearbeitung".

Und da zusätzlich zu den Videos Werbung vermarktet wird, komme aus seiner Sicht auch das Wettbewerbsrecht ins Spiel. Trotz der marktbeherrschenden Position müsse sich Google "zumindest an die Gesetze halten". Im April 2013 war YouTube mit einer offiziellen Österreich-Version gestartet, auf der heimische Unternehmen werben können. Laut dem Marktforscher Nielsen erreicht YouTube in den USA bereits mehr Konsumenten im alter von 18 bis 34 Jahren als jeder Kabel-TV-Anbieter.

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