PRISM – NSA will Zahl der verhinderten Anschläge nennen

PRISM – NSA will Zahl der verhinderten Anschläge nennen

Die Vorsitzende des Senatsausschusses für die Geheimdienste, die Demokratin Dianne Feinstein, sagte am Donnerstag, NSA-Chef General Keith Alexander werde sich in Kürze genauer dazu äußern. Er hatte bei der Verteidigung der kontroversen Überwachungsmaßnahmen durch das PRISM-System gesagt, durch sie seien "dutzende Anschläge" im In- und Ausland verhindert worden.

Das Spähprogramm, das in der vergangenen Woche von dem Computerexperten Edward Snowden enthüllt worden war, stößt bei Demokraten und Republikanern auf Kritik. Die demokratischen Senatoren Ron Wyden und Mark Udall verlangten am Donnerstag konkrete Beweise, dass die wahllose Überprüfung der Verbindungsdaten von Millionen Telefonen zur Verhinderung von Terroranschlägen diente. Alle Anschlagspläne, die Alexander in dem Zusammenhang genannt hatte, schienen durch andere Methoden aufgedeckt worden zu sein, erklärten die beiden Senatoren, die seit langem als Kritiker staatlicher Überwachung bekannt sind. Die Öffentlichkeit verdiene eine "klare Erklärung". Der republikanische Senator Rand Paul kündigte an, die NSA wegen der Übertretung ihrer Befugnisse zu verklagen.

Details zu Hackerangriffen der NSA auf China und Hongkong

Unterdessen berichtete die "South China Morning Post", Snowden habe Dokumente mit Details zu Hackerangriffen der NSA auf Ziele in China und Hongkong. Demnach zeigte Snowden bei einem Interview Listen mit den Daten der Angriffe und den IP-Adressen der betroffenen Computer. "Ich weiß nicht, welche spezifischen Informationen sie auf diesen Rechnern suchten, nur dass die Verwendung technischer Mittel, um unbefugten Zugang zu privaten Rechnern zu erlangen, ein Verstoß gegen das Gesetz und ethisch zweifelhaft ist", sagte Snowden, der sich derzeit an einem unbekannten Ort in Hongkong aufhält.

Der 29-jährige Computerexperte, der zuletzt als Auftragnehmer für die NSA arbeitete, hatte den Zeitungen "Washington Post" und "Guardian" Informationen über zwei Überwachungsprogramme des US-Geheimdienstes zugespielt, mit dem die NSA Telefone überwacht und die Nutzerdaten großer Internetkonzerne auswertet. Unter anderem veröffentlichte der "Guardian" einen geheimen Gerichtsbeschluss, der es der NSA erlaubt, wahllos Verbindungsdaten von Millionen US-Telefonen zu sammeln. Die US-Bundespolizei FBI leitete am Donnerstag Ermittlungen gegen Snowden ein.

Wirtschaft

Mateschitz und Benko checken bei Checkrobin ein

Technik

Twitter verschärft Regeln gegen Hetze und Gewaltandrohungen

Wirtschaft

Druck auf Booking.com wegen Preisklauseln