NSA hörte auch Ex-Kanzler Gerhard Schröder ab

NSA hörte auch Ex-Kanzler Gerhard Schröder ab

Die NSA hatte einem Zeitungsbericht zufolge auch den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder im Visier.

Dies meldet die "Süddeutsche Zeitung" am Dienstag vorab. Grund sei Schröders Konfrontationskurs gegen die USA bei der Vorbereitung des Irak-Kriegs und die Sorge vor einem Bruch in der Nato gewesen. Die Zeitung beruft sich auf US-Regierungskreise sowie auf NSA-Insider. "Wir hatten Grund zur Annahme, dass (Schröder) nicht zum Erfolg der Allianz beitrug", sagte laut "SZ" eine Person mit direkter Kenntnis der Angelegenheit. Auch deutsche Regierungskreise gingen davon aus, dass der Ex-Kanzler ebenfalls abgehört wurde.

Seit längerem ist bekannt, dass ein Handy von Kanzlerin Angela Merkel angezapft worden sein soll. Die von dem ehemaligen NSA-Mitarbeiter Edward Snowden aufgedeckten Abhörpraktiken des US-Geheimdienstes haben weltweit für Empörung gesorgt. Seit Monaten sickern immer neue Details durch, die das Ausmaß der Überwachungspraktiken offenbaren. Laut "SZ" stützen auch Snowdens Informationen die Deutung amerikanischer und deutscher Quellen mit Blick auf Schröder. Dieser sagte der Zeitung auf Anfrage, er habe sich vor Bekanntwerden der NSA-Affäre das massenhafte Ausspähen nicht vorstellen können. "Damals wäre ich nicht auf die Idee gekommen, von amerikanischen Diensten abgehört zu werden, jetzt überrascht mich das nicht mehr."

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