Neue US-Serien im Streaming sehen: So funktioniert´s

Neue US-Serien im Streaming sehen: So funktioniert´s

„The Blacklist“, „Breaking Bad“ oder „Hell on Wheels“ kommen verspätet oder gar nicht nach Europa. Wer Serien rasch und mit Originalton sehen will, muss etwas kreativer sein. Streaming ist angesagt!

Unser Land wurde des Öfteren mit Albanien vergleich, was die Verfügbarkeit von Medienangeboten betrifft. Das ist unfair, denn Albanien ist inzwischen schon recht weit und dort gibt es auch keine Sendungen wie "Die Große Chance". Aber im Ernst: Die Globalisierung findet in den Genres Film, Musik und Fernsehen nur statt, wenn es die Anbieter auch wollen oder lokale Gesetze es ausnahmsweise zulassen. Bestes Beispiel ist YouTube - auf diesem Videoportal des US-Konzerns Google sind bestimmte Musikvideos hierzulande gesperrt. Das könnte sich zwar angesichts einer vor kurzem erzielten Einigung bezüglich der Rechte ändern, allerdings nicht allzu rasch.
Besonders ärgerlich empfinden die Anhänger von TV-Serien die Tatsache, dass die Reise neuer Inhalte über den Atlantik nicht einige Flugstunden, sondern mehrere Wochen oder gar Monate dauert. Tatsächlich sind Serienhits wie The Blacklist oder “Breaking Bad“ nicht nur in Nordamerika, sondern auch beim europäischen Publikum äußerst beliebt.
Doch während in den einschlägigen Foren schon über die jüngsten Ereignisse der letzten Ausstrahlung in den USA diskutiert wird, reden österreichische und deutsche Zuseher noch über Folgen, die mehrere Monate alt sind. Das liegt nicht nur daran, dass die Synchronisierung halt eine Zeit lang dauert, sondern auch an den örtlichen Gegebenheiten : Streaming-Dienste wie Netflix beispielsweise stehen in Österreich nicht zur Verfügung. Eine gute Möglichkeit sind zwar die Angebote des Pay-TV-Senders Sky , der seit kurzem sein On-Demand-Angebot namens „Anytime“ nochmals erweitert hat. Auch auf AXN - in Österreich eben über Sky empfangbar - gibt es eine gute Auswahl an Serien (wie das erwähnte "Breaking Bad" - Bild oben). Doch das kostet eben Geld und es dauert doch auch einige Zeit, bis die neuesten US-Serien zu sehen sind. Auch das durchaus gut gemachte österreichische Portal Flimmit hat zwar eine stetig steigende Zahl an guten Filmen im Angebot, aber ganz neue US-Serien sind darin nicht zu finden.

Verschlungene Wege

Es gibt aber doch Möglichkeiten, neue US-Serien zu sehen. Gemeint sind jetzt aber nicht die zahllosen illegalen Download- und Streamingportale wie kinox.to und Konsorten. Sondern es besteht durchaus die Chance, legal an neue Ware zu kommen.

Zuerst einmal können sich Zuseher aus Deutschland bei Streaming-Portalen wie Lovefilm (Tochterfirma von Amazon) oder Maxdome nach Filmen und Serien umsehen – da ist die Auswahl schon recht ansehnlich. Allerdings finden sich selten US-Serien mit Originalton – und diese sind eben doch eine Spur besser als synchronisierte Ware. Außerdem kann von Österreich nicht auf diese Dienste zugegriffen werden. Es müssten also Umwege in Kauf genommen werden – konkret muss die eigene Identität, genauer gesagt die IP-Adresse des Computers, verschleiert werden. Das ist deshalb notwendig, weil anhand dieser eindeutigen Identifizierung jedes Rechners im Netz das Herkunftsland festgestellt werden kann – und damit soll von vornherein augeschlossen werden, dass beispielsweise Österreicher YouTube-Videos sehen, die für ihren Markt nicht freigegeben sind. Allerdings ist ein Umgehen dieser „Blockade“ möglich, selbst wenn das rechtlich in einem Graubereich ist. Das Problem kann von Web-Usern umgangen werden, indem man die Anfrage an die jeweilige Website nicht direkt stellt, sondern über einen anderen Server. Auf Websites wie proxybase.de finden sich dafür mögliche Server samt Adressen, Herkunftsland, möglicher Übertragungsgeschwindigkeit. Die Bandbreiten dieser Server variieren aber, eine sichere Übertragung ist selten garantiert. Mehr Chancen hat man bei Anbietern wie JonDonym , die für Bezahlung Premiumdienste bieten. Auch HideMyAss macht seinem Namen alle Ehre. Übrigens: Um herauszufinden, mit welcher IP-Adresse man derzeit im Web unterwegs ist, braucht man diese Website .

Virtuelle Kreditkarten

Gut, jetzt könnte man also auf Video- und Streaming-Plattformen aus aller Welt zugreifen. Bleibt nur in Problem: Man braucht in den meisten Fällen eine Kreditkarte des Landes, also vorzugsweise eine aus den USA. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:
Variante 1: Man ist in den USA oder Kanada auf Urlaub/Geschäftsreise und kauft dort eine Prepaid-Kreditkarte . Auf diese lassen sich beispielsweise 35 Dollar als Betrag aufbuchen. Als Adresse gibt man einfach die Adresse eines Hotels oder eines sonstigen „realen“ Ortes an. Die Karte kann dann für Einkäufe im Netz verwendet werden.
Variante 2: Man kauft über Portale wie entropay eine virtuelle Kreditkarte , damit sollen sich auch diverse Dienste in den USA nutzen lassen. Auch das Online-Bezahltool PayPal bietet eine Prepaid-Kreditkarte an. In der Praxis haben wir das nicht ausprobiert, sehr wohl aber die vorher erwähnte Variante- diese funktioniert einwandfrei. Also am besten beim nächsten USA-Aufenthalt im Supermarkt nach einer Prepaid-Card stöbern.

“Ich bin ein Amerikaner“

Für die Besitzer von iOS-Geräten wie iPad oder iPhone könnte es sich auch bezahlt machen, einen US-Account bei iTunes einzurichten. Schließlich ist der US-Store von Apples iTunes vollgepackt mit neuen Serien und Filmen – ganz im Gegensatz zu den lokalen Gegebenheiten. Das Einrichten eines solchen Ami-Accounts ist einfach: Ein Fantasie-Name, eine echte Adresse in den USA, dazu die vorher erwähnte Prepaid-Card – schon kann es losgehen. Aber Achtung: Beim Kauf von iTunes-Gutscheinen muss man darauf achten, dass diese für den US-Store geeignet sind. Bei einem Erwerb in den USA selbst ist das logischerweise gegeben, bei Kauf in Österreich muss man entsprechende Angebote suchen – etwa auf eBay oder auf speziellen Portalen .

Zudem gibt es einen einfachen Trick, auch ohne Prepaid-Card einen US-iTunes-Account einzurichten: Dazu aus einem eventuell bestehendem Account ausloggen, dann den Store beispielsweise auf die USA umstellen:

Einrichten eines neuen iTunes-Accounts: Anderes Land auswählen

Danach im Store eine gratis App suchen. Diese wie gewohnt bestellen (auf „Free App“ klicken):

"Free App bestellen

nun wird man aufgefordert, einen Account anzulegen. Dabei wie oben angegeben eine (echte) Mailadresse mit einer US-Adresse kombinieren und bei Zahlungsmethode „keine“ (Button „None“) angeben. Schon hat man einen iTunes-Account made in USA.

Wichtig ist das Verständnis, dass solche Verschleierungsmanöver rechtlich nicht hundertprozentig abgedeckt sind. Das Angeben „virtueller“ Namen und Adressen bei Portalen ist zwar einfach, aber von den Anbietern nicht gerne gesehen.

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