Google ehrt Simone de Beauvoir zum 106. Geburtstag mit einem Doodle

Google ehrt Simone de Beauvoir zum 106. Geburtstag mit einem Doodle

Simone de Beauvoir, die große französische Philosophin, Schriftstellerin und Feministin hätte am 9. Jänner ihren 106. Geburtstag gefeiert. Google nimmt das zum Anlass, sie mit einem Doodle zu ehren.

De Beauvoir gilt als Vertreterin des Existenzialismus. Ihr 1949 geschriebenes Buch "Das andere Geschlecht" wurde ein Welterfolg und zu einem Meilenstein der feministischen Literatur. Die 1908 in Paris geborene Autorin wurde damit zu der bekanntesten Intellektuellen Frankreichs und zu einer Vorreiterin der feministischen Bewegung.

De Beauvoir stammte aus einer wohlhabenden Familie, die jedoch nach dem ersten Weltkrieg verarmte, weil ihr Vater sein Vermögen in russischen Wertpapieren anlegte, die im Zuge der Oktoberrevolution und der darauf folgenden Inflation wertlos wurden. Sie ließ sich zur Gymnasium-Professorin ausbilden und lernte an der Universität ihren Lebensgefährten Jean-Paul Sartre kennen. Gemeinsam mit ihm engagierte sie sich nach dem Hitler-Stalin-Pakt von 1942 in der französischen Résistance und musste schließlich 1943 Paris verlassen. Kurz darauf erschien ihr erster Roman "L’invitée".

Nach mehreren weiteren Werken und Reisen erschien 1949 schließlich ihr Welterfolg "Le Deuxième Sexe" (deutsch "Das andere Geschlecht", 1951). Das 700 Seiten starke Buch ist bis heute das meistverkaufte der feministischen Literatur und brachte der Autorin den Ruf der "Männerfresserin" ein. Besondere Aufregung verursachte die Bezeichnung von Müttern als "moderne Sklaven". Vom Vatikan wurde Le Deuxième Sexe auf den Index der verbotenen Bücher gesetzt. Für de Beauvoir waren das jedoch bloß oberflächliche Interpretationen, die auf einem grundlegenden männlichen Unverständnis beruhten. Im Oktober 1954 erhielt sie den renommierten Prix Goncourt für ihren Roman Les Mandarins (Die Mandarins von Paris).

De Beauvoir engagierte sich weiterhin gegen Kriege, die Suez-Krise, den Algerien-Krieg und im kubanischen Freiheitskampf. Sartre hatte einen Vertrag mit dem France-Soir, für den er eine Artikelserie über das neue Kuba schreiben sollte. De Beauvoir und Sartre trafen Che Guevara und machten mit Fidel Castro eine Rundfahrt auf der Insel. Sie nahmen auch an der Beerdigung der ersten Opfer der gegen Castro gerichteten Bombensabotage teil.

1981, ein Jahr nach dem Tode Sartres, veröffentlichte sie "Die Zeremonie des Abschieds" (La Cérémonie des adieux), einen Rückblick auf die letzten Jahre des Lebens Sartres. Simone de Beauvoir starb am 14. April 1986 und wurde auf dem Cimetière du Montparnasse in Paris neben Jean Paul Sartre begraben.

Wirtschaft

Mateschitz und Benko checken bei Checkrobin ein

Technik

Twitter verschärft Regeln gegen Hetze und Gewaltandrohungen

Wirtschaft

Druck auf Booking.com wegen Preisklauseln