Google greift zum Online-Cash

Google greift zum Online-Cash

Google will nun auch dort sein, wo es ums Geld geht.

Der US-Internetgigant Google hält Ausschau nach einem Internet-Bezahldienst. Der US-Konzern will nun Softcard, ehemals Isis, übernehmen. Die Geldgeber von Softcard wollen sich so rasch wie möglich von ihrem Unternehmen trennen.

Dort wo das Geld zuhause ist, wollen auch die Internetkonzerne ganz dicht dabei sein. Und Google hat nun ebenso eine dieser Geldquellen gefunden, die dem Konzern das Geld unmittelbar in die Kassen spülen soll. Google will den bereits aktiven Bezahldienst Softcard übernehmen, berichtet der Online-Dienst Techcrunch. Rund 100 Millionen Dollar soll Google bereit sein, für Softcard zu bezahlen.

Google folgt somit auch dem Beispiel anderer Online-Riesen, wie etwa Apple, der mit Apple Pay einen eigenen Bezahldienst gegründet hat, mit dem Kunden via Smartphone ihre Einkäufe zahlen. Auch der Online-Händler Alibaba hat mit Alipay in den vergangenen Monaten mit einem eigenen Zahlungsdienst für Aufsehen gesorgt. Und eine Kooperation mit Apple wurde ebenso im November bekanntgegeben. Die jüngsten Aktivitäten der Internetkonzerne sind vor allem ein Versuch dem Zahlungsdienst der Ebay-Tochter Paypal zu attackieren.

Leere Kasse

Softcard wurde unter dem Namen Isis von den drei US-Mobilfunkbetreibern AT&T, Verizion und T-Mobile US im Jahr 2010 gegründet. Im September 2014 erfolgte bei dem Zahlungsdienst der Wechsel von Marke und Name. Der Firmenname Isis war zwischenzeitlich durch die sogenannte Terrorgruppe "Islamischer Staat" entsprechend belastet.

Obwohl der Bezahldienst, den jeder Nutzer als App auf seinem Handy runterladen kann, bereits in etlichen Geschäften (darunter die US-Fleischlaberl- und Schnellimbisskette McDonald's) zum Bezahlen verwendet werden kann, scheint Softcard alles andere als eine Cashmaschine zu sein. Seit Gründung haben die Eigentümer mehrere Hundert Millionen Dollar investiert. Das Unternehmen sei laut Insidern immer noch defizitär. Softcard befindet sich laut Brancheninsidern in einer Reorganisationsphase. Erst in den vergangenen Wochen wurden 60 Mitarbeiter abgebaut. Die Eigentümer wollen sich daher rasch von dem Unternehmen trennen. Zu den kolportierten Kaufverhandlungen wollten sich die beteiligten Unternehmen laut "Techcrunch" nicht äußern.

=>Lesen sich auch: Mit dem Handy zur Kassa - wer will das?

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