Google-Gegner erhöhen Druck auf Suchmaschinen-Giganten

Google-Gegner erhöhen Druck auf Suchmaschinen-Giganten

Die Vormachtstellung von Google bei der Web-Suche wird von Konkurrenz-Unternehmen und diversen Verbänden massiv bekämpft. Deren Argument: Google bevorzuge eigene Angebote. Von der EU-Komission wird nun ein schärferes Vorgehen verlangt.

Google vs. EU : Der US-Internet-Konzern rauft sich derzeit mit der EU-Kommission um Zugeständnisse im Such-Geschäft. Vor kurzem hat die EU auch angekündigt, das Betriebssystem Android genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Marktdominanz von Google stößt den Wettbewerbshütern in der EU sauer auf: Google kommt in Europa auf rund 90 Prozent aller Internet-Suchanfragen, von einem ausgeglichenen Markt kann also kaum die Rede sein. Die EU verlangt, dass es Zugeständnisse an andere Marktteilnehmer gibt.

Nun hat die Organisation und Interessensgruppe FairSearch den Druck auf die EU-Politiker erhöht. Es stehe nun unzweifelhaft fest, dass Google seine Marktmacht dazu benutze, einen Wettbewerb zu verhindern. Bei einer Pressekonferenz diese Woche in Brüssel, die u.a. gemeinsam mit CEPIC, dem Verband der europäischen Bildagenturen, und mit dem Medienkonzern ProSiebenSat.1 durchgeführt wurde, meinte Thomas Vinje von Fairsearch, bevor die EU gegenüber Google zuviel nachgeben, sollte man lieber gar nichts tun.

Allerdings hat FairSearch, hinter dem vor allem Microsoft steckt, selbst ein Imageproblem, wie dieser Bericht in der US-Ausgabe der Computerworld zeigt: Viele sehen hinter der Organisation ein "trojanisches Pferd" des Google-Konkurrenten.

Weitere Stimmen

Aber es gibt weitere kritische Stimmen zur Marktmacht von Google in Europa: Michael Weber, CEO des Kartendienstes Hot Map, sprach von der vorherrschenden Rolle von Google in diesem Bereich - andere Anbieter hätten quasi keine Chance, die Aufmerksamkeit der User zu erhalten. Auf gut deutsch: Wer nach Karten sucht, kommt zu Google Maps und sonst nirgendwo hin. Einhellige Bilanz der Google-Gegner: Google nutze seine Dominanz, um jede Konkurrenz im Keim zu ersticken. Die Suche sei eine reine Vermarktungs-Masche für eigene Angebote geworden, hieß es.

EU ist längst aufmerksam

Die Situation ist für Google durchaus heikel. Diese Woche hat EU-Wettbewerbs-Kommissar Joaquin Almunia angekündigt, es könnte Einschnitte in die Angebote von Google geben, sollte es keine direkte Einigung mit dem US-Konzern geben. Man könne das Ganz auch "härter" angehen, meinte Almunia. Die EU-Kommission hat nach eigenen Angaben scharfe Kritik von Unternehmen wie Microsoft auf die bisherigen Zugeständnisse von Google anhören müssen - diese seien bei weitem nicht ausreichend, um eine fairen Wettbewerb in Europa zu garantieren.

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