Google feiert den 137. Geburtstag der Expressionistin Gabriele Münter mit einem Doodle

Google feiert den 137. Geburtstag der Expressionistin Gabriele Münter mit einem Doodle

Zu besonderen Anlässen variiert Google das Logo seiner Suchmaschine jeweils einen Tag lang. Im Jahr 2014 wird damit vor allem großen Damen gedacht. Nach der Schriftstellerin Simone de Beauvoir, der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff und der Naturforscherin Dian Fossey ist das Doodle des 19. Februars der Expressionistin Gabriele Münter gewidmet.

Das Jahr 2014 ist bei Google das Jahr der Frauen. Mit dem Doodle des 19. Februars ehrt Google nach der Schriftstellerin Simone de Beauvoir, der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff und der Naturforscherin Dian Fossey nun die Expressionistin Gabriele Münter.

Der Anlass dafür ist wie in den vorangegangenen Fällen ein unrunder Geburtstag. Münter wäre am 19. Februar 137 Jahre alt geworden. Und wiederum ist das Doodle ein Anlass, um einen genaueren Blick auf das Leben und die Arbeit der in der Öffentlichkeit zu Unrecht etwas Künstlerin unbeachteten Künstlerin zu werfen.

Gabriele Münter stammt aus einer gutbürgerlichen Berliner Familie. Ihre Eltern starben früh und durch das Erbe finanziell unabhängig geworden bereiste Münter zunächst die USA, ehe sie sich der Malerei zuwandte. Ihre erste Anlaufstelle war die Kunstakademie in München, wo im Jahr 1901 aber noch keine Frauen aufgenommen wurden. Münter gingt daher an die Schule des Künstlerinnen-Vereins, wo sie der Maler Wassily Kandinsky unterrichtete. Kandinsky wurde Münters große Liebe und Münter scherte sich dabei wenig um Konventionen. 1903 verlobte sie sich mit ihm, obwohl Kandinsky damals noch verheiratet war. Ihre unkonventionelle Beziehung zu Kandinsky machte sie zu einer Vorreiterin für die Gleichberechtigung der Frauen. Das Künstlerpaar lebte das folgende Jahrzehnt zusammen und Münter wurde eine der bedeutendsten Vertreterinnen des deutschen Expressionismus.

1914 brach der Erste Weltkrieg aus und das Paar floh in die Schweiz. Auch dort wurde Kandinsky aber als feindlicher Ausländer gesehen, weshalb er nach Russland zurückkehrte. Die Trennung von Kandinsky stürzte Münter in eine lange Krise und Depressionen, Münter arbeitete jedoch weiter und rettete viele Werke Kandinskys und der Künstlergruppe "Blauer Reiter" über die beiden Weltkriege. Anlässlich ihres 80. Geburtstages vermachte sie der Stadt München im Jahr 1957 die umfangreiche Sammlung, die in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus ausgestellt ist.

Münter starb am 19. Mai 1962 im Alter von 85 Jahren in ihrem Haus in Murnau am Staffelsee. Das Hau ist heute ein Museum, in dem zahlreiche Werke Münters und Kandinskys ausgestellt sind.

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