Giftige Gadgets: Mäuse, Tastaturen und Smartphone-Hüllen als Gesundheitsrisiko

Giftige Gadgets: Mäuse, Tastaturen und Smartphone-Hüllen als Gesundheitsrisiko

Das Computerfachmagazin c't hat bei einem Test verbotene, gesundheitsschädliche Zusätze in Kunststoffen von Computer-Tastaturen, Mäusen und Smartphone-Hüllen entdeckt. Einige dieser Chemie-Bomben gelten als krebserregend oder können die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

PAK, SCCP und Phthalate – das sind keine Schreibfehler sondern chemische Verbindungen. Polyzyklische aromatische Wasserstoffe erzeugen in zu hoher Dosierung Krebs. Chlorparaffine, die als Weichmacher zum Einsatz kommen, ebenfalls. Und manche der Phthalate wirken sich auf den Hormonhaushalt schädlich aus, können die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

Die EU hat einschlägige Verordnungen zum Einsatz dieser Verbindungen herausgegeben, SCCP sind sogar verboten – auch bei importierten Produkten. Sensible Verbraucher achten auf Herstellerangaben, vor allem wenn es sich um das Plastikspielzeug für den Nachwuchs handelt.

Das deutsche Computerfachmagazin c’t hat sich in seiner jüngsten Ausgabe 5 (10. Februar) angesehen, wie es um den Schadstoffgehalt bei den Gadgets bestellt ist, die die Verbraucher täglich in Händen und am Körper haben: konkret Smartphone-Schutzhüllen, Mäuse, Tastaturen, aber auch Kopfhörer. Durchgeführt wurde die Kunststoff-Analyse in einem Fachlabor. Getestet wurden vornehmlich Billigprodukte von No-Name-Herstellern, aber auch ein paar Markenprodukte waren darunter.

Kopfhörer als Giftbomben

Die Tests bescheinigten manchen Produkten tatsächlich unbedenkliche Inhaltsstoffe, manch anderes Teil gehörte definitiv verboten, so der Befund. Einen Kopfhörer bezeichnen die Tester gar als „Giftbombe“. Tendenziell schlechter schnitten die unbekannten Billigprodukte ab, was im Umkehrschluss aber nicht heißt, dass Markenware frei von Risiko sein muss.

Auf der sicheren Seite können sich die Verbraucher nicht wiegen, denn auch die Nachfragen der c’t-Redaktion bei deutschen und internationalen Elektronikhändlern, wurden bis auf eine Ausnahme nicht fristgerecht oder gar nicht beantwortet. Laut EU-Verordnung (Art. 33 der Reach-Verordnung) sind Hersteller bzw. Händler aber zur Auskunft (Geldstrafen drohen) verpflichtet, welche Kunststoffe in ihren Produkten zu finden sind.

Nachlese: der c't Artikel zum Thema "Giftige Gadgets"

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