Fotos sichern für die Ewigkeit

Fotos sichern für die Ewigkeit

Das neue Jahr beginnt meist mit guten Vorsätzen. Neben den "Klassikern“ wie mehr Sport und gesunde Ernährung zählt auch oft das Ordnen und Archivieren der Foto- und Videoschätze dazu.

Über die Feiertage ist ja wieder einiges an Material dazugekommen. Seit dem Siegeszug der Digitalfotografie kennt die Knipsbegeisterung keine finanziellen Grenzen in Form von Entwicklungs- und Ausarbeitungskosten mehr. Die Folge: Jede Sekunde (!) werden allein auf Facebook 3.000 Fotos hochgeladen, allein seit Jahresbeginn ergibt das bereits einen digitalen Bilderberg von 3,7 Milliarden Fotos.

In den eigenen vier Wände verhält sich die Sache ähnlich: Selbst durchschnittliche Foto-Enthusiasten bringen es inzwischen locker auf tausende Bilder, die verteilt auf Festplatten, Speicherkarten oder Handyspeichern ihrer Wiederentdeckung harren. Spätestens, wenn man Bilder für ein Fotobuch zusammentragen will, merkt man: So geht‘s nicht weiter!

Schritt 1: Das Bildarchiv am PC

Erster Schritt im Kampf gegen das Bilder-Chaos: alle Bilder und Videos an einem Ort sammeln, vorzugsweise auf dem eigenen PC. Beim Überspielen der verstreuten Fotos auf Speicherkarten und Handys empfiehlt es sich, gleich die richtigen Ordner und Unterordner für eine grobe Sortierung anzulegen. Dabei ist es ratsam, die Ordner nicht nur thematisch zu benennen (z. B. "Dietmars Geburtstag“) sondern auch das exakte Datum zu vermerken. Ein chronologisches Archiv lässt sich etwa in Form von Ordnern und Unterordnern (Jahr/Monat/Tag/Thema) anlegen.

Schritt 2: Das Aussortieren und Bearbeiten

Bei dieser Gelegenheit ist es klug, unbrauchbare Fotos ohne Sentimentalität sofort zu löschen und Hochformatbilder aufrecht zu drehen - dafür reicht sogar die Windows-Fotoanzeige aus. Wer bestimmte Bilder vor dem Archivieren noch ein wenig aufpeppen will (rote Augen entfernen etc.), sollte sie auch gleich bei diesem Arbeitsschritt bearbeiten.

Kommerzielle Software ist dazu nicht unbedingt nötig. Für die meisten Aufgaben reichen in der Regel auch kostenlose Programme wie IrfanView oder GIMP. Gewisse Abstriche beim Bedienungskomfort und bei der Programm-Oberfläche muss man bei Gratis-Software aber natürlich in Kauf nehmen.

Schritt 3: Bildverwaltung mit der Software

Das "Ordner-Prinzip“ hat natürlich seine Grenzen. Zum Beispiel bei der Suche nach Personen. Bilder mit dem Namen "Dietmar“ können sich in zahllosen Ordnern befinden. Hier schlägt die Stunde der Bildverwaltungssoftware. Auch hier gibt es gute Gratis-Programme wie Googles Picasa oder Microsofts Windows Live Fotogalerie.

Wie ein FORMAT-Test zeigte, hat bei der Bildersuche Picasa die Nase etwas vorne, was angesichts der Google-Kernkompetenz, nämlich der Suche, nicht überrascht. Die Personenerkennung funktioniert bei Picasa fast erschreckend gut. Weiteres Plus: Die Picasa-Suche findet auch in den Metadaten der Bilder versteckte Kommentare und Wörter.

Schritt 4: Dauerhaftes Fotoarchiv

Auf Dauer ist der PC alleine aber kein taugliches Bildarchiv. Die Lebensdauer einer Festplatte beträgt fünf bis zehn Jahre, manchmal auch deutlich kürzer. Gegen den gefürchteten Festplatten-Crash und den Totalverlust aller Bilder hilft nur die regelmäßige Sicherung auf einer zweiten, externen Festplatte und/oder in der Cloud . Dass zwei Speicher simultan das Zeitliche segnen, ist doch eher selten.

Sortieren, drehen, tunen

Vorbereitung. Um ein wenig Handarbeit kommt man trotz Bildverwaltungssoftware nicht herum. Im ersten Schritt sollte man alle unbrauchbaren Fotos (unscharf, falsch belichtet, hässlich) einfach löschen. Dann: Alle Hochformat-Bilder aufrichten. Last but not least lassen sich nicht ganz perfekte Fotos mit Gratis-Software noch behübschen.

Ordner anlegen und benennen. Was - trotz Foto-Manager - nicht schaden kann: die Bilder gleich in Ordner und Unterordner sortieren (z. B. Fotos und Videos/ 2013/28-04-2013/Dietmars Geburtstag) sortieren. Der große Vorteil: Man findet seine Bilder nach einer Archivierung auf DVD, Blu-ray, Festplatte, SSD oder in der Cloud zur Not auch ohne Spezial-Software wieder.

Fotobearbeitung für null Euro. Rote Augen, das Bild ist zu dunkel? Zum Verdruss mancher kommerzieller Anbieter sind heute etliche Bildberarbeitungsprogramme kostenlos zu bekommen. Zu den beliebtesten Gratis-Programmen zählen IrfanView , GIMP , FastStone Image Viewer , XnView ,

Elektronische Bilddatenbank

Gratis: Bearbeiten und Ordnen in einem. Die Installation von Foto-Organizern bietet Vorteile, die über das Sortieren von Foto- und Videobeständen in einzelnen Ordnern und Unterordneren hinausgeht. So wird etwa das Wiederfinden von Bildern enorm beschleunigt, speziell wenn noch unentdeckte "Fotoschätze“ auf der Festplatte herumlungern. Foto-Verwaltungssoftware wie Googles Picasa oder Microsofts Windows Live Fotogalerie (beide gratis) durchkämmen einzelne Bereiche oder auch die gesamte Festplatte nach Bild-Dateien. Praktischerweise werden die gehobenen Bilderschätze auch gleich chronologisch geordnet. Darüber hinaus verfügen Picasa und Windows Fotogalerie über integrierte Bildbearbeitungs-Tools zur Foto-Verschönerung. Und: Fotos können direkt aus der Bilddatenbank auf Social Media-Seiten hochgeladen werden.

Gratis-Alternative. Eine Komplettlösung aus Foto-Bearbeitung und Organizer bieten auch die Gratisversionen von Magix Foto Manager 12 und Zoner Photo Studio 16 .

Das Foto-Archiv im Internet

Sichern in der Cloud. Was bei Smartphones mit iOS, Android oder Windows Phone auf Wunsch gleich automatisch funktioniert, geht natürlich auch vom PC aus: Das Sichern von Fotos in der "Cloud“. Ein ganzer Rechner-Verbund garantiert, dass die hochgeladenen Fotos und Videos de facto crashsicher gelagert werden. Selbst ein Totalausfall des heimischen PCs oder Notebooks verliert damit seinen Schrecken. Auf die in der Cloud gelagerten Bilder kann man mit Login und Passwort von jedem Rechner, Tablet oder Smartphone aus rund um den Globus zugreifen.

Kein Haken? Argumente gegen eine Sicherung der privaten Bilder auf Cloud-Speichern sind denn eher gesellschaftlicher, denn technischer Natur. Wie sicher sind meine Fotos vor unerwünschten Zugriffen oder einer klammheimlichen Auswertung im Rahmen von User-Profilen? Die NSA-Affäre hat hier nicht gerade zur Beruhigung beigetragen. Ein weiterer noch unklarer Aspekt: Was passiert eigentlich mit meinen Files im Falle einer Pleite des Cloud-Dienste-Anbieters?

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