Die perfekte Kurve der Maria Gaetana Agnesi

Die perfekte Kurve der Maria Gaetana Agnesi

Wer war Maria Gaetana Agnesi? Die Spuren der "Hexe von Agnesi", die heute von Google geehrt wird, führen unter anderem zur österreichischen Kaiserin Maria Theresia.

Google ehrte heute die Mathematikerin und Philanthropin Maria Gaetana Agnesi zu ihrem 296. Geburtstag mit einem speziell adaptierten Logo, einem sogenannten „Google Doodle“. Bis heute bekannt ist unter Mathematikern die „Versiera der Agnesi“ - eine algebraische Kurve, die von Maria Agnesi untersucht und 1748 veröffentlicht wurde. Die Kurve wird beginnend mit einem festen Kreis und dessen Sekante gezeichnet; sie verhält sich asymptotisch gegenüber der Tangente dieses Kreises an dessen tiefsten Punkt.

Die Hexe und die Kaiserin

Angesichts der bevorstehenden Europawahlen ist ein interkulturelles europäisches Hoppala erwähnenswert: Aufgrund eines Übersetzungsfehlers heißt die Kurve im Englischen „witch of Agnesi“. Denn im Italienischen heißt die Kurve „la versiera di Agnesi“, was „Die Kurve der Agnesi“ bedeutet. Das wurde vom Cambridge-Professor John Colson als „l'avversiera di Agnesi“ gelesen; und „avversiera“, was „Frau, die gegen Gott gerichtet ist“ bedeutet, wurde anschließend als „Hexe“ („witch“) interpretiert. Die Fehlübersetzung setzte sich durch. Die italienische Mathematikerin widmete ihr 1738 veröffentlichtes Buch „Instituzioni analitiche“ („Grundlagen der Analysis“) der österreichischen Kaiserin Maria Theresia. Von Papst Benedikt XIV. wurde sie 1748 zur Professorin der Universität Bologna ernannt. Sie hat dort jedoch nie gelehrt, obwohl ihre bekannte Zeitgenossin, die Physikerin Laura Bassi, sie mehrmals darum bat. Viel ist heute über Agnesi nicht bekannt. Die Internet-Enzyklopädie Wikipedia hat allerdings einige Details zu ihrer Person parat.

Mathematikerin und Theologin

Als Maria Agnesi 34 Jahre alt war, starb ihr Vater. Daraufhin gab sie die Wissenschaft zugunsten ihres Glaubens und karitativer Aktivitäten auf. Sie studierte Katholische Theologie und kümmerte sich um Arme und Kranke. Später mietete sie ein Haus, wo sie Obdachlosen Unterkunft gewährte.

Im Jahr 1771 übernahm sie die Leitung eines Altenheims für Frauen; 28 Jahre lang widmete sie sich dieser Einrichtung, die im Jahre ihres Todes 450 Bewohnerinnen beherbergte. Die Mailänderin starb 1799 in ihrer Geburtsstadt.

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