Der Traum vom Fliegen: Otto Lilienthal, der Flugpionier

Der Traum vom Fliegen: Otto Lilienthal, der Flugpionier

Vor 166 Jahren wurde Otto Lilienthal, "erste Flieger der Menschheit" geboren. Lilienthal lebte und starb für den Traum vom Fliegen, erkannte die Bedeutung des Auftriebs und stellte einen heute vergessenen Weltrekord auf: Einen Weitflug über 250 Meter. Mit einem Doodle erinnert Google an den Visionär.

Es war einmal. Der große Traum vom Fliegen. Jahrhundertelang hatten die Menschen davon geträumt, wie die Vögel über die Erde zu schweben und von oben sehen zu können.

Der vor 166 Jahren geborene Otto Lilienthal war einer dieser Träumer. Aber Lilienthal träumte nicht nur vom Fliegen, er lebte und er starb auch dafür. Am 9. August 1896, im Alter von 48 Jahren, bei einem Flugversuch bei Stölln am Gollenberg in Deutschland. Eine Bö erfasste seinen Hängegleiter, er stürzte mit dem Fluggerät ab und brach sich das Genick. Im Sterben soll er noch den Satz: "Opfer müssen gebracht werden" gesagt haben.


Otto Lilienthals letzter Fluggleiter Bild: © Public Domain

Davor hatte es Lilienthal nach endlosen Jahren der Tüftelei tatsächlich geschafft, flugtaugliche Hängegleiter zu entwickeln. Im Juni 1895 ließ er in Berlin-Lichterfelde den 15 Meter hohen "Fliegeberg" aufschütten und startete dort vor einem großen, staunenden Publikum einen Flugversuch, der ihn 80 Meter weit trug, ehe er am Ende aus einer Höhe von 15 Metern abstürzte. Lilienthals Rekordflug ging sogar noch weiter. Dokumentiert sind Flüge über Weiten bis zu 250 Meter, was damals den absoluten Weltrekord bedeutete.

Insgesamt baute Lilienthal in seinem Leben über 20 unterschiedliche Flugapparate. Er tüftelte auch an Modellen, deren Tragflächen sich wie Flügel bewegten und mit einem Kohlensäuremotor angetrieben waren. Den letzten Flügelschlagapparat konnte er jedoch selbst nicht mehr testen.

Entdecker des Auftrieb-Luftstroms

Die ersten Flugversuche unternahm Lilientahl schon als Schüler, und immer war für ihn der Flug der Vögel das Ideal. Im Dezember Lilienthal 1889 veröffentlichte Lilienthal das Buch "Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst", das damals weitgehend unbeachtet blieb; auch weil das öffentliche Interesse damals mehr den Heißluft-Ballons galt, mit denen man tatsächlich schon fliegen konnte. Für Lilienthal waren diese Schwbeflug-Geräte jedoch ein Irrweg. Echtes Fliegen, das war für ihn auch eine gerichtete Vorwärtsbewegung.

Bei seinen Experimenten entdeckte Lilientahl den Zusammenhang zwischen den Luftströmen an Tragflächen und dem Auftrieb - ein Konnex, der bis heute bei der Konstruktion von Flugzeugen unabdingbar ist und es ermöglicht, dass Flugzeuge überhaupt fliegen könne. Das Prinzip dabei ist, dass Tragflächen von Flugzeugen wie die Flügel von Vögeln nach oben gewölbt sind. Bei einem Flug muss sich die Luft an der Oberseite einer Tragfläche schneller bewegen als an der Unterseite. Dadurch ensteht ein Unterdruck, der das Flugzeug nach oben saugt.

Die Brüder Wright, für deren Fluggeräte Lilienthal ein bedeutender Ideengeber war, sagten später über die Berechnungen und Tabellen des Pioniers, sie seien über zwei Jahrzehnte das Beste gewesen, das gedruckt vorlag.

Von Lilientahl gibt es übrigens noch ein weiteres Vermächtnis: Er ist auch der Erfinder des Anker-Steinbaukastens, der bis heute in der von ihm entwickelten Form verkauft wird.

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