Beraterfirma Booz Allen Hamilton: Der lange Arm der US-Geheimdienste

Beraterfirma Booz Allen Hamilton: Der lange Arm der US-Geheimdienste

PRISM-Aufdecker Edward Snowden arbeitete für das Beratungsunternehmen Booz Allen Hamilton, das von Aufträgen der US-Behörden lebt. Mit der auch in Österreich tätigen Booz & Company hat diese Firma nichts zu tun.

Mit der Aufdeckung der PRISM-Überwachung sind auch die Geschäfte eines US-Beratungsunternehmen bekannter geworden: Booz Allen Hamilton , eine börsenotierte Technologie- und Managementberatung, ist eng mit den US-Behörden verstrickt. Bei dieser Firma arbeitete PRISM-Aufdecker Edward Snowden.

Booz Allen Hamilton ist durch US-Regierungsaufträge groß geworden; 99 Prozent des Umsatzes kommen vom Staat. Die Firma wuchs vor allem seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001. "Heute arbeiten wir für alle wichtigen Behörden der US-Regierung", heißt es seitens des Unternehmens. Zu den Auftraggebern gehören das Verteidigungsministerium und die Streitkräfte sowie die Geheimdienste. Im vergangenen Jahr nahm Booz Allen Hamilton 5,8 Milliarden Dollar ein; Aufträge in doppelter Höhe sollen derzeit in den Büchern stehen.

Mit der auch in Österreich tätigen Booz & Company hat Booz Allen Hamilton nichts zu tun, wie man seitens Booz gegenüber format.at betont. Tatsächlich wurden die beiden Unternehmen, die über eine gemeinsame Vergangenheit verfügen, im Sommer 2008 komplett getrennt .

Booz & Company verfügt heute über 3000 Mitarbeiter, in Österreich ist das Unternehmen seit 1996 aktiv - damals noch als Booz Allen Hamilton. Es wird Beratung in Bereichen wie Strategie und Personal angeboten.

Für Booz Allen Hamilton arbeiten rund 25.000 Menschen. Fast alle haben die Sicherheitschecks der Regierung durchlaufen, jeder zweite darf sogar an "Top Secret"-Projekten mitarbeiten. Bezüglich der Verwicklung in die Causa PRISM gibt es bisher nur eine dürre offizielle Pressemeldung .

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