Apple startet iTunes mit Streaming Musik Service "Beats Music"neu

Apple startet iTunes mit Streaming Musik Service "Beats Music"neu

"Get Beats Music"ruft Apple seine iTunes-Kunden in den USA per E-Mail auf. Der Musik-Streaming-Dienst Beats Music wurde still und heimlich in iTunes integriert. "Discover new iTunes" schreibt Apple und schickt sich damit an, Konkurrenten wie Spotify entgegen zu halten.

Still und leise, noch ohne großes mediale Tamtam, hat Apple das Musik-Streaming-Angebot "Beats Music" in die weltgrößte Online-Musikplattform iTunes integriert.

Um drei Milliarden Dollar hat Apple im Mai das in Österreich bisher nur durch die trendigen Kopfhörer bekannte Unternehmen "Beats" gekauft. Die Kopfhörer waren allerdings nicht der eigentliche Grund, weshalb Apple für das Unternehmen so tief in die Tasche gegriffen hat. "Wir könnten so ziemlich alles bauen, das Sie sich erträumen können", hatte
Apple-CEO Tim Cook auch nach dem Deal in einem Interview erklärt.

Viel interessanter war für Apple das zu Beats gehörende Musik-Streaming-Portal "Beats Music" . Der Hintergrund dafür ist, dass Musik-Streaming ist in den letzten zwei Jahren weltweit zu einem großen Geschäft geworden ist. Streaming ist in der Branche bereits das neue Downloaden, mit dem Apple mit dem im Jahr 2001 gestarteten iTunes den globalen Musikmarkt aufgemischt hat.

"discover@new.itunes.com" ist die Absender-Adresse des Mails, mit dem Apple seine Kunden auf das neue Musik-Streaming Angebot aufmerksam macht. Damit will Apple Quereinsteigern wie dem schnell gewachsenen " Spotify " paroli bieten und sich weiterhin als die Nummer Eins am Online-Musikmarkt absichern. Mit dem eigenen Musik-Streamingdienst iRadio, der mit viel Getöse Ende 2013 gestartet wurde, vermochte Apple nämlich bis dato gegen die übermächtige Konkurrenz von Spotify, das inzwischen bereits mehr als 25 Millionen Kunden hat, nicht viel ausrichten.

Die vornehme Zurückhaltung hat seinen Grund: Kommende Woche präsentiert Apple sein neues iPhone 6. Nebst neuer Hardware werden bei derartigen Ankündigungen von Apple auch stets neue Software und Handy-Features präsentiert, die dann umgehend zumindest in den USA genutzt werden können.Das Besondere an dem neuen Streamingservice: Wird „Beats Music" nun auf dem neuen iPhone 6 vorinstalliert und bisherigen Nutzer mittels update das Service nachgeliefert, könnte Apple mit einem Schlag gleich Millionen von Nutzern erreichen. Alleine vom neuen iPhone 6 will Apple laut "Wall Street Journal" heuer 70 bis 80 Millionen Stück verkaufen. Mit updates der bisherigen iPhone-Modelle könnten rasch weitere 100 Millionen neue Nutzer für das Streamingservice erreicht werden.

Apple positioniert sich mit dem neuen Streamingdienst – der höchstwahrscheinlich auch mit Testabos beworben werden soll - unter anderem gegen Spotify, Amazon und Google, das mit der Tochter YouTube einen neuen Streaming-Musikdienst vorbereitet.

Die Geldmaschine

Kommende Woche will Apple auch eine Kooperation mit den Kreditkartenunternehmen Master, visa und American Express ankündigen. Apple will damit seinem Smartphone auch Zahlungsfunktionen mitgeben. Mittels NFC-Chip wird das Apple-Handy quasi zum Geldbörsel und Kreditkarte. Bargeldlose Zahlungen sollen so einfacher abgewickelt werden.

Die Apple-Aktie eilt indes von einem Höhepunkt zum nächsten. Am Dienstagabend hat das Papier bei 103,30 Dollar auf Alltime-High geschlossen.

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