Amazon Prime: Neue Konkurrenz für ORF, Netflix & Co

Amazon Prime: Neue Konkurrenz für ORF, Netflix & Co

Der nächste Video Streaming Anbieter geht an den Start. Amazon fischt im geichen Wasser wie Netflix.

Kampfzone Wohnzimmer: Nach Sky, Maxdome, und Google und Netflix steigt jetzt auch Amazon ins Video-Geschäft ein. Kunden von "Amazon Prime" bekommen zu mehr als 13.000 Film- und Serientiteln Zugang.

Pünktlich zum Start des Weihnachtsgeschäfts weitet Amazon sein "Prime"-Angebot auf Österreich aus. Bisher war Prime nur eingeschränkt verfügbar, zum Start im Frühjahr zog Amazon sogar den Ärger von Kunden auf sich, weil das Angebot beworben wurde aber die meisten Funktionen in Österreich gar nicht zur Verfügung standen.

Ab sofort bietet der amerikanische Online-Versandhändler das komplette "Prime"-Programm an. Der Dienst beinhaltet neben der Gratis-Zustellung von Waren auch unter einem Einkaufswert von 29 Euro einen laut Amazon "unbegrenzten Speicherplatz" für Fotos sowie das Video-on-Demand-Service namens Amazon Prime Instant Video. Die Gratis-Zustellung soll innerhalb von zwei Tagen erfolgen - sie gilt allerdings nicht für das gesamte Warenangebot.

Somit gesellt sich Amazon zu den zahlreichen Video-Streaming-Diensten wie Netflix, Maxdome, Sky oder dem ORF-Dienst Flimmit. Die Kunden erhalten aktuell Zugang zu rund 13.000 Titeln. Laut Unternehmen "unbegrenztes Streaming von tausenden Filmen und Serienepisoden". Die Video-Streams können auch einzeln im Pay-per-View modell ausgeliehen werden. Die Prime-Mitgliedschaft kostet 49 Euro im Jahr. Für Nutzer, die statt dem kompletten Amazon Prime-Angebot nur auf die Videos zugreifen wollen, gibt es eine Prime Instant Video-Mitgliedschaft um 7,99 Euro pro Monat. Studenten werden mit einem ermäßigten Preis von 24 Euro pro Jahr geködert.

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30 Tage kostenloser Test soll zusätzliche Kunden anlocken

Das Serien-Angebot von Amazon unterscheidet sich nicht gravierend von Netflix. Sitcoms wie „The Big Bang Theory“ und „New Girl“ oder die Zombieserie „The Walking Dead“ haben beide Anbieter. Netflix punktet mit „House of Cards“ und „Fargo“, Amazon hingegen kontert mit den vielfach gelobten Serien „True Detective“ und „Game of Thrones“. Amazon wartet wie Netflix auch mit Eigenproduktionen auf, den sogenannten Amazon Originals.

Im Gegensatz zu den von Amazon angepriesenen 13.000 Titeln lässt sich das Angebot bei Netflix zahlenmäßig nicht genau angeben. Zahlreiche Blockbuster wie „Thor“ oder „Inception“ können aufgerufen werden, über 200 Serien stehen bereit. Doch es gibt bei Netflix auch eine Möglichkeit, auf ein schier unbegrenztes Film- und Serienangebot zuzugreifen.

Die Videos bei Amazon Prime können auf Computern sowie Mobilgeräten abgespielt werden; Möglichkeiten für Fernseher, Blue-Ray-Abspielgeräte sowie Spielkonsolen sollen in den nächsten Wochen folgen.

Wie auch Netflix beim Start seines Angebots im September, bietet Amazon ein 30-tägiges, kostenloses Test-Abo an. Wissen sollte man allerdings, dass es nicht automatisch endet, sondern in ein reguläres Abo übergeht - so wie auch bei Konkurrenten Netflix. Das Abo ist monatlich auf der Amazon-Website kündbar.

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