Technologie anno 2013: Die Hits und Flops des Jahres

Technologie anno 2013: Die Hits und Flops des Jahres

Jetzt stürzen sie wieder über uns herein, die Jahresrückblicke. Aus unzähligen Perspektiven lässt man das Jahr Revue passieren. Auch in punkto High-Tech und IT fehlt es nicht an entsprechender Aufarbeitung von 2013.

Wir wollen jetzt aber nicht eine sinnlose Aufzählung der Geschehnisse von 01.01. bis 31.12. bringen, sondern bringen lieber eine (zugegebenermaßen subjekte) Hit- und Flopliste des Jahres.

Die Hits des Jahres

Apple 1: Zu den Hits zählt auch das neue iPad Air , das die Stärken des Vorgängermodells (sehr gutes Display, rascher Prozessor, starkes Ökosystem) mit Leichtigkeit verbindet .

Spielkonsolen : Hit-Verdacht mit Vorbehalt: Die neuen Spielkonsolen von Sony und Microsoft haben zum Jahresende nochmals die Geschäfte bereichert und für reichlich Gesprächs- und Hysteriestoff gesorgt. Noch ist es für ein endgültiges Urteil zu früh, denn die entsprechenden Spiele sind noch dünn gesät und das technologische Potenzial der Konsolen nicht ausgereizt. Nach den ersten Eindrücken liegt aber die PlayStation 4 von Sony nicht alleine des niedrigeren Verkaufspreises wegen knapp vor der Xbox One von Microsoft .

Smartphones : Am Smartphone-Markt hat sich Einiges getan, unter anderem haben Sony und Samsung neue bzw. überarbeitete Modelle herausgebracht. Am meisten hat uns aber das Android-Smarthone G2 von LG überzeugt , das mit seiner guten Bedienbarkeit, einem sehr guten Display und überzeugender Akkuleistung das derzeit wohl beste Rundumpaket für Android-Nutzer liefert.

Apple 2 : Den erwarteten Hype gab es im September rund um die Präsentation des neuen Apple-Smartphones iPhone 5S , das mit dem 5C einen billigen Bruder zur Seite gestellt bekam. Noch immer liefert Apple das beste Produkt, wenn es um die ideale Kombination aus Internet und Telefonie geht. Wer sich also nicht an den hohen Preisen und der Exklusivität der iOS-Welt stört, ist hier bestens bedient.

3D-Drucker : Die nächste industrielle Revolution ist zwar bisher eher ein Aufstand der Zwerge, doch die technischen Möglichkeiten der 3D-Drucker und ihre sinkenden Preise lassen immerhin auf ein entsprechendes Potenzial schließen – zum Teil für kreative Anwendungen .

Cloud Computing : Ein Hit für Anbieter und für Nutzer sind die neuen Cloud-Computing-Lösungen, die das Arbeiten mit der „Wolke“ einfacher und sicherer machen. Unternehmen wie Hitachi Data Systems haben nicht nur Großunternehmen, sondern zunehmend auch KMU und sogar Privatpersonen im Visier, wenn es um sicheres Cloud Computing geht.

LTE : Der Ausbau der LTE-Netze verspricht extrem rasche Datenübertragung über Mobilgeräte, doch derzeit sind die Preise dafür noch recht happig.

Alternativen zu Google : Nicht erst seit dem NSA-Skandal ist die Angst vor lückenloser Überwachung der eigenen Bewegungen im Netz nicht ganz unbegründet. Unternehmen wie Google zeichnen jede Kleinigkeit auf, um daraus Kapital zu schlagen. Daher erfreuen sich alternative Suchmaschienen wie DuckDuckGo steigender Beliebtheit.

Streaming : Das Übertragen von Videos via Internet ist technisch längst kein Problem mehr, zumal in Österreich die Verbreitung von Breitband-Internet sehr hoch ist. Doch rechtliche Hürden machen aus dem Wenn ein Aber – Möglichkeiten, sich grenzüberschreitend beispielsweise an neuen US-TV-Serien zu erfreuen gibt es dennoch einige .

Games : Für Freunde von Games brachte 2013 einige Highlights wie die fünfte Auflage der GTA-Reihe. Der Hit des Jahres war nach Ansicht des Verfassers aber das Endzeit-Drama The Last of US .

Die Flops des Jahres

Facebook-Comics : Echt nervig war und ist der Trend zu sogenannten “Bitstrips“ , die Facebook comic-hafter machen.

BlackBerry : Weitaus dramatischer war noch der fortgesetzte Abstieg des kanadischen Unternehmens BlackBerry (vormals RIM), das den erwarteten Turnaround weder technologisch noch wirtschaftlich schafft. Eine völlig fehlgeleitete Produktpolitik und jahrelanges Ignorieren der Trends haben aus dem ehemaligen Liebling der Manager eine deformierte Marke gemacht.

Smartwatch : Als sinnlosestes Gadget des Jahres wird von vielen Technologie-Experten die „Smartwatch“ Galaxy Gear von Samsung bezeichnet: Die Smartphone-Uhr braucht ein Smartphone, um einigermaßen Sinn zu machen, zudem hat das Ding am Handgelenk einen extrem hohen Peinlichkeitsfaktor. Es ist zu befürchten, dass die Hersteller noch lange experimentieren müssen, um uns Konsumenten von einer klugen Uhr am Handgelenk überzeugen zu können – schließlich probieren sie es schon seit Jahren .

Kein veritabler Flop, sondern eher eine allzu früh angekündigte Technologie ist das 4K-Fernsehen : Auf der IFA in Berlin war es eines der Trendthemen, mit dem die zögerlichen Kunden mal wieder zum Kauf eines (sündteuren) neuen Geräts überzeugt werden sollten. Doch es mangelt an Inhalten und die Etablierung wird wohl mindestens so lange dauern wie im Falle von 3D.

Kampf gegen Twitter : Wenig Begeisterung hat eine Kampagne des Zeitungsherausgeberverbands VÖZ ausgelöst, mit dem auf die Gefahren von Twitter hingewiesen werden sollte.

Online-Zwang : Die Strategie der Spiele-Hersteller, ihre Kunden mittels einer zwanghaften Internet-Verbindung zu überwachen bzw. zu Käufen zu animieren, ist heuer nach hinten losgegangen. So hat der Online-Zwang beim Electronic-Arts-Spiel SimCity für Aufruhr gesorgt, auch Microsoft musste seine Xbox-Strategie überdenken.

Loewe am Boden : Der deutsche Fernseher-Hersteller Loewe musste im Herbst Insolvenz anmelden , die unklare Strategie zwischen Qualitätsanspruch und markenpolitischen Wischiwaschi-Aussagen des Managements hat dem deutschen Betrieb den Garaus gemacht. Derzeit wird um neue Investoren gerungen, die ein Überleben sichern sollen.

Klassischer PC : Der Desktop-PC wird überflüssig – das schreiben wir schon seit Jahren. Doch nun könnte das Ende des klassischen PC nahe sein, denn die Absatzzahlen sind weiter rückläufig . Der Trend zum Tablet und zum Notebook ist ungebrochen, neue Symbioseprodukte zwischen diesen beiden Gerätekategorien beschleunigen den Verfall des alten PC-Marktes.

Innovationen aus der Steiermark

Make Austria great again: 5G-Wunschzettel der Mobilfunker

Innovationen aus der Steiermark

Innovations-Ranking: Österreich bei Bloomberg auf Platz 13

Innovation

Landwirtschaft 4.0: Digitale Revolution am Bauernhof