Sony bringt Smartphone-Tablet-Zwitterwesen Xperia Z Ultra

Sony bringt Smartphone-Tablet-Zwitterwesen Xperia Z Ultra

Das Z Ultra mit 6,4-Zoll-Bildschirm kommt im Herbst nach Österreich und wird um rund 680 Euro verkauft werden.

Fernsehen am Smartphone, Internet-Seiten am Fernseher aufrufen, Telefonieren mit dem Tablet, Filme am Laptop, Musik am Handy - in der herrschenden Verwirrung, was die Konsumenten mit den unterschiedlichen Geräten so treiben braucht man sich über neue Modelle, die in keine bestimmte Kategorie passen, gar nicht zu wundern. Der japanische Elektronik-Konzern Sony, der mit seiner Mobile-Sparte im Gegensatz zu einigen seiner anderen Geschäftsbereiche durchaus etwas zustande bringt, hat heute eine Erweiterung seiner Xperia-Produktreihe vorgestellt: Das Xperia Ultra Z ist weder Smartphone noch Tablet, sondern liegt größentechnisch und auch sonst irgendwo dazwischen. Das Gerät mit Android-Betriebssystem (Version 4.2) hat einen 16,3 Zentimeter großen Bildschirm, das bedeutet 6,4 Zoll. Zum Vergleich: Das Smartphone Xperia Z hat einen fünf Zoll großen Bildschirm, das Tablet Xperia Tablet Z ein 10,1 Zoll großes Display.

Passt in die Modellpalette

Das Ultra-Gerät sieht bis auf die Größe genauso aus wie seine beiden Verwandten und soll die neue Einheitlichkeit der Sony-Palette demonstrieren. Das Full-HD-Display (1920 mal 1080 P, 342 ppi) überzeugt beim ersten Betrachten von Vorseriengeräten, eine Nutzung im Freien dürfte aber auch in dem Fall wenig sinnvoll sein. Jedenfalls soll das Ultra Z vielfältige Aufgaben erfüllen, etwa Betrachten von Videos unterwegs, Lesen von E-Books (ein entsprechender Store soll aufgebaut werden, Details gibt es aber noch nicht), Arbeiten (dazu kann jeder "gleitfähige" Stift verwendet werden) oder vielleicht sogar Telefonieren.

Zu letzterem, das ja bei Smartphones heute eine eher nebensächliche Bedeutung hat, gibt es mit einem neuen Head- und Handset namens SBH52 eine interessante Entwicklung: Das Muttergerät kann in der Tasche (oder sonstwo) bleiben, telefoniert wird mit dem kleinen Zusatzding, das auch die eingehende Nummer auf einem Mini-Display anzeigt. Könnte es ein Trend werden, dass Tablet-ähnliche Geräte mit SIM-Karte für Internet etc. verwendet werden und ein Bluetooth-Zusatzgerät fürs Telefonieren? Man wird sehen. Sich das Ultra Z direkt ans Ohr zu halten, erfordert eine gewissen Mut hinsichtlich des eigenen Auftretens in der Öffentlichkeit. Aber es gibt ja auch Menschen, die ständig mit dem iPad fotografierend und filmend in der Gegend herumrennen.

Ab dem Herbst erhältlich

Das Xperia Ultra Z soll im "frühen Herbst" in Österreich erhältlich sein, der Preis für die Basisversion ohne SIM-Karte wird rund 680 Euro betragen. Auffällig ist nicht nur die Größe, sondern auch die Leichtigkeit des Ultra: Es wiegt 212 Gramm und damit nicht mehr als ein typisches Fünf-Zoll-Smartphone. Es ist bis 1,5 Meter Tiefe wasserdicht, man kann als theoretisch im Pool oder im Meer damit abtauchen. Ein 2,2-Ghz-Snapdragon-Prozessor (Quad-Core) soll für die nötige Geschwindigkeit sorgen, der interne Speicher ist 16 GB groß und kann mittels microSD auf bis zu 64 GB erweitert werden. Weitere Fakten, wahllos aneinandergereiht: 8-Megapixel-Kamera, NFC, LTE, aGPS, HDMI-Ausgang, kratzfestes Mineralglas, Standby-Zeit angeblich bis zu 530 Stunden (bei GSM).

Bei der Präsentation war sich Gerhard Sturm, Zentraleuropa-Chef von Sony Mobile Communications, sicher, mit dem Gerät die Wünsche der Konsumenten zu treffen. "Die Marke Sony hat sich bei Mobilgeräten bestens entwickelt", sagte Sturm. In Österreich ist Sony inzwischen laut Sturm sowohl beim Volumen als auch beim Wert die Nummer drei bei den Smartphones. "Heuer gab es diesen Platz für eine Innovation wie das Ultra Z", meint er.

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