Samsung hat bei Fernsehern den Bogen raus

Samsung hat bei Fernsehern den Bogen raus

Koreanischer Hersteller präsentiert Curved OLED-Fernseher, der mit rund 8000 Euro Kaufpreis allerdings nicht wirklich massentauglich ist.

Hinter dem Kürzel KE55S9C versteckt sich der neueste Fernseher aus dem Hause Samsung, der heute in Wien vorgestellt wurde. Es handelt sich um einen "Curved OLED"-Fernseher, das heißt, der Bildschirm ist konkav gewölbt. Dadurch soll sich der Betrachtungsradius erhöhen und das Zusehen insgesamt angenehmer werden - die Wölbung des Fernseher entspricht laut dem koreanischen Hersteller dem Gesichtsfeld des Menschen.

Der Preis des neuen Fernsehers liegt bei rund 8000 Euro. Rund um das Display ist ein Metallrahmen, in dem die Lautsprecher untergebracht sind. Das Gerät ist für diverse Internet-Dienste vorbereitet und kann laut Samsung via Updates stets auf dem neuesten Stand der (Web-)Technologie gehalten werden.

Jedenfalls will Samsung mit dem neuen OLED-TV im Vorfeld der IFA (die Funkausstellung geht nächste Woche in Berlin über die Bühne) am schwierigen TV-Markt punkten. Fernseher bleiben trotz schwindender Margen und überschaubarem Interesse der Käufer an Innovationen wie Smart-TV (Internetfähige Fernseher) demnach ein Kernthema für den Konzern. Neben der ungewöhnlichen Form des neuen Modells sollen potenzielle Käufer vor allem mit der OLED-Technologie angesprochen werden: Es handelt sich um "organische Leuchtdioden" (LED = anorganische Leuchtdioden), mit deren Einsatz besonders dünne Displays ermöglicht werden. Bereits vor fünf Jahren wurde die Technologie vorgestellt, die nun erneut als Innovation herhalten muss.

Neben Samsung hat heute auch LG erste OLED-TV-Geräte mit konkav gebogenem Display vorgestellt.

Innovation

Landwirtschaft 4.0: Digitale Revolution am Bauernhof

Innovation

Schnell und sicher: Smarte Lawinensonde zeigt Schneeprofil an

Technik

CES: Der Kampf um die Technologie der Zukunft