Das sind die 7 wichtigsten IT-Trends für das Jahr 2016

Das sind die 7 wichtigsten IT-Trends für das Jahr 2016

Was digitalisiert werden kann, das wird digitalisiert. Unternehmen erhöhen zwar die Budgets, sind sich der vollen Tragweite des technologischen Wandels aber nur selten bewusst. Der Konsument setzt sich indes klobige Brillen auf, und Start-ups finanzieren sich via Crowdfunding.

Mit Hilfe des Expertenwissens von Cisco, Capgemini und Gartner hat format.at die wichtigsten IT-Trends für das Jahr 2016 identifiziert.

1. Steigende IT-Budgets

Laut einer Umfrage von Capgemini unter 153 IT-Verantwortlichen steigen im kommenden Jahr die IT-Budgets bei 37,0 Prozent der Unternehmen, bei knapp 15 Prozent sogar im zweistelligen Bereich. Damit sind die Prognosen optimistischer als für das laufende Jahr, in dem einem Drittel der IT-Verantwortlichen mehr IT-Budget zur Verfügung stand. Zudem steigen der Umfrage zufolge die Ausgaben für Updates, Aktualisierungen und Erweiterungen von 20,9 auf 22,7 Prozent. Damit reagieren CIOs auf die Forderung der Fachabteilungen nach kürzeren Release-Zyklen, so dass Neuerungen schneller ins Tagesgeschäft einfließen.

2. Digitalisierung verändert Unternehmen

Im Sog der Digitalisierung verändern sich Märkte schneller als je zuvor. Dieser Sog ist so stark, dass er sogar etablierte Unternehmen zerstören kann – das besagt zumindest die neue Studie „The Digital Vortex: How Digital Disruption is Redefining Industries“ des Global Center for Digital Business Transformation (DBT Center). Der Studie zufolge werden sich 40 Prozent der Unternehmen in einem völlig veränderten Wettbewerbsumfeld wiederfinden, manche Betriebe werden komplett verschwinden. Trotzdem glauben 45 Prozent der Entscheider nicht, dass digitale Transformation ein Thema für den Vorstand sei. Nur 25 Prozent der Unternehmen führen proaktive Schritte durch, um die digitale Transformation zu bewältigen.

"Nur datengetriebene Unternehmen können überleben", sagt Stephen Brobst, CTO von Teradata. Klicken Sie auf das Bild, um mehr zu erfahren.

3. Vielfalt der Endgeräte

Einer Prognose des Marktforschers Gartner zufolge werden wir künftig mit noch mehr unterschiedlichen Geräten auf das Web zugreifen. Während heute schon Smartphones und Tablet-PCs in jeden modernen Haushalt gehören, wird die Palette nun durch Wearable Technology – etwa Smartwatches – und mit dem Internet verbundene Haushaltsgeräte erweitert. Auch Virtual Relaity-Brillen wie Facebooks „Oculus Rift“ starten 2016 den Angriff auf die Wohnzimmer. Für Anbieter wie den Handel oder Medien entsteht nun die Herausforderung, den Kunden auf dem von ihm verwendeten Kanal bestmöglich zu erreichen.

4. Vielfalt der Informationen

Weiters prognostizieren die Marktforscher bei Gartner, dass es eine breitere Fülle an Informationen geben wird. Diese wird nicht nur von Menschen in Text-, Bild- oder Videoform produziert, sondern auch die Sensoren von Maschinen werden vermehrt Daten liefern, die mit entsprechenden IT-Tools auch ausgewertet werden. Gute Data Analytics Software wird daher umso stärker nachgefragt werden.

5. Lernende Maschinen

Selbstlernende Maschinen werden ein neues Niveau erreichen. Denn durch digitale Neuronennetze werden die Roboter nicht nur Informationen verwalten, sondern fähig sein, ihre Umwelt autonom wahrzunehmen und darauf basierend eigene Handlungsweisen zu entwickeln. Das hat auch Auswirkungen auf den Jobmarkt, denn mit steigenden Fähigkeiten werden Maschinen immer mehr den Menschen bei Routineaufgaben ersetzen.

Kollege Roboter: Sind unsere Jobs in Gefahr? Klicken sie das Bild, um mehr zu erfahren.

6. Smarte Autos

Ein wesentlicher Teilbereich dieser smarten Maschinen sind Autos. Viele von ihnen sind bereits heute mit dem Web verbunden und können daher „smart“ auf Anforderungen im Verkehr reagieren. Im kommenden Jahr wird zudem wohl weiter mit selbstfahrenden Autos experimentiert – unter anderem will der US-Hersteller Ford 2016 mit Testfahrten beginnen. Bis das selbstfahrende Auto zum Massenprodukt wird, wird es aber definitiv noch ein paar Jahre dauern.

7. Crowdfunding-Boom geht weiter

In Österreich wird sich der Crowdfunding-Boom im kommenden Jahr wohl fortsetzen. "Das Potenzial ist da, in Zukunft werden wir wohl zweistellige Millionensummen sehen", sagt Paul Pöltner, Vorsitzender des neuen Crowdinvesting-Fachausschusses in der Wirtschaftskammer (WKO), der mit Conda auch eine der österreichischen Crowdinvesting-Plattformen betreibt. Er schätzt, dass heuer bereits deutlich mehr als fünf Millionen Euro an Crowd-Kapital eingesammelt werden. Pöltner geht davon aus, dass sich in den nächsten Jahren länderübergreifende Crowdinvesting-Plattformen etablieren werden. Es würden zwar regionale Nischen bleiben, der Großteil der Investorengelder werde aber in Zukunft über große europäische Portale aufgetrieben.

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