High-Res Audio: Sony sucht Hörerschaft für neue Technologie

High-Res Audio: Sony sucht Hörerschaft für neue Technologie

Sony präsentiert neues Line-Up für High-Resolution Audio und will damit - ähnlich wie bei den 4k-Fernsehern - mit einer neuen Technologie im Weihnachtsgeschäft punkten.

Es ist das alte Lied in der Unterhaltungselektronik, mit dem die Konsumenten - gerade im Weihnachtsgeschäft - ständig berieselt werden: Nur die neueste Technologie ist gut genug!, lautet dessen Refrain. Und was für die Fernseher 3D, HD und seit kurzem 4K ist, soll nun in der Audiosparte das Schlagwort “High-Resolution Audio“ oder kurz High-Res Audio sein. Darunter versteht man „hochauflösende“ Musik, genauer gesagt wird analoge Musik mit einer höheren Rate als bei den üblichen Audio-CDs konvertiert. CDs speichern Musik üblicherweise mit 16Bit / 44,1 kHz ab, bei High-Res Audio werden die Dateien mit 64 Bit / 192 kHz aufgezeichnet. In der Praxis soll das bedeuten, dass Lieder ohne Qualitätsverlust wiedergegeben werden können. Im Internet gibt es bereits auf High-Res spezialisierte Shops .

Einheitliche Standards fehlen

Der Teufel steckt wie so oft bei neuen Technologien (oder genauer: bei Technologien, die neu an den Käufer gebracht werden sollen) im Detail. So gibt es verschiedene Kompressionsarten, etwa DSD oder FLAC. Nur echte Audio-Profis müssen und werden sich damit beschäftigen, für die breite Masse an Musikfreunden wird die Erkenntnis reichen, dass High-Res Audio wirklich einen deutlich verbesserten Musikgenuss bietet – zumindest unter idealen räumlichen Bedingungen und mit entsprechender Hardware.

Für letztere sorgt nun Sony, das High-Res als Möglichkeit erkannt haben will, sich aus der Audio-Masse abzuheben. Heute wurden bei einem Pressetermin in Wien die neuen High-Res-Produkte vorgestellt. Insgesamt sechs Geräte umfasst das Line-up. Dazu zählt etwa der HDD Audioplayer HAP-Z1ES (knapp 2000 Euro) mit einer einem TB großen Festplatte und kleinem Front-LCD-Display. Neben den High-Res-Files können auch stinkordinäre MP3-Files abgespielt werden und sollen dennoch deutlich besser klingen als über „normale“ Wiedergabegeräte. Zum Line-Up zählt auch der USB-DAC-Verstärker UDA-1 (rund 600 Euro), der sich mit PC oder Smartphone verbinden lässt, es gibt zudem „High-res-ready“-Lautsprecher (SS-HA1 und SS-HA3; ca. 600 bzw. 350 Euro).

Woher kommen die Inhalte?

Noch steckt High-Res in den Kinderschuhen – nicht technologisch, sondern was die Akzeptanz bei den Käufern angeht und auch bezüglich der Verfügbarkeit entsprechender Inhalte. Hier schließt sich der Kreis zum 4K-Fernsehen, das ebenfalls eine technologisch einwandfreie Sache ist, für das es aber noch kaum Inhalte gibt. Es bleibt abzuwarten, ob und wie Sony den Vertrieb von High-Res-Audiofiles – vor allem jenen via Internet – über die Bühne bringt. Noch dient Sonys eigene Site zum dem Thema eher der Information als dass hier zum tatsächlichen Download aufgefordert werden könnte.

Wenn es aber klappt, entsprechende Kanäle aufzubauen (und die Hardwarepreise sinken), könnten viele Wohnzimmer tatsächlich zu einem Konzertsaal umgebaut werden - ohne dass dafür Wände versetzt werden müssen.

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