Fußball-WM: Ein neuer Fernseher zahlt sich kaum aus

Fußball-WM: Ein neuer Fernseher zahlt sich kaum aus

Ultra-HD bietet eine Auflösung, die vier Mal so hoch ist wie Full-HD. Das ist zwar technisch beeindruckend - macht in der Praxis auf Grund fehlender Inhalte aber noch kaum Sinn.

Sportliche Großereignisse wie die Fußball-WM sind oft ein guter Anlass, um in einen neuen Fernseher zu investieren. Doch zahlt es sich aus, hier auf die jüngste Technologie namens Ultra-HD, die ein vier Mal so hohe Auflösung wie Full-HD bietet, zu setzen? Anscheinend nicht: Denn aus Brasilien werden heuer nur drei Spiele in die Welt übertragen; selbst im Vorreiterland Japan bieten die meisten TV-Sender das UHD-Signal nicht an.

Wer sich also einen solchen Fernseher kauft, der kann damit in den meisten Fällen bloß Spiele in Full-HD schauen, beziehungsweise auf andere Inhalte setzen: Erste Filme können bereits in UHD-Qualität erworben werden, manche Aufnahmegeräte können in UHD-Qualität filmen – und zur Not können diverse Fernseher Full-HD-Inhalte in die höhere Auflösung hoch rechnen. Summa summarum ist das Angebot an UHD-Inhalten aber noch sehr eingeschränkt – und von einem Eintritt in den Massenmarkt ist die Technologie noch Welten entfernt.

Marktforscher pessimistisch

Das Sportspektakel wird Analysten zufolge die Nachfrage nach UHD somit allenfalls kurzfristig beflügeln, die weiteren Perspektiven bleiben ungewiss. Ähnlich wie bei der Einführung der hochauflösenden HD-Fernseher vor einigen Jahren folgen Produktionsfirmen, Sender und Übertragungsunternehmen den Geräteherstellern nur schleppend. "Die Verbreitung und die Inhalte sind die Hürden für die Akzeptanz von UHD", sagte Experte Hisakazu Torii vom Analysehaus Display Research. Frühestens in zwei Jahren sei eine weite Verbreitung des detailreichen Bildsignals denkbar. Für Hersteller wie Samsung und LG, von denen gut die Hälfte der neu verkauften TV-Apparate stammen, kommt die WM damit wohl zwei Jahre zu früh.

Für das Gesamtjahr veranschlagen die Marktforscher von IHS den Absatz von 13 Millionen UHD-Apparaten, nach zwei Millionen im vergangenen Jahr. Der gesamte TV-Gerätemarkt werde zum dritten Mal in Folge schrumpfen, so kämen die UHD-Geräte auf einen Anteil von sechs Prozent, prognostizieren die Experten.

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