Die bizarre Welt des John McAfee: Drogen, Waffen & Computerviren

Die bizarre Welt des John McAfee: Drogen, Waffen & Computerviren

John McAfee zeigt in einem Video, wie man McAfee-Software vom Computer runterkriegt. Der Gründer des gleichnamigen Unternehmens macht sich auch über die Klischees rund um seine Person lustig.

John McAfee, Gründer der gleichnamigen Softwarefirma , ist eine Art Superschurke der IT-Branche. Der heute 68jährige gebürtige Engländer erkannte Ende der 1980er den Bedarf von Antivirus-Software, der Legende nach weil sein eigener Computer von einem Virus befallen war. Das rasante Wachstum war im Aufkommen hochentwickelter Schadsoftware begründet - und im Misstrauensklima, das McAfee und andere Anbieter schufen.

1994 verließ McAfee die Firma und verkaufte 1997 seine Anteile. Nach diversen anderen unternehmerischen Versuchen ließ er sich 2008 in Belize nieder, wo er sich eine kleine Privatarmee aus schwer bewaffneten Bewachern, jungen Liebhaberinnen und dubiosem Logistikpersonal schuf. Seine Drogenexzesse, von den Medien genüsslich geschildert, trugen zum Bild eines exzentrischen Millionärs bei.

Im Frühjahr des Vorjahres sorgte eine Razzia der Polizei für Aufsehen, McAfee soll am Tod eines Nachbarn beteiligt sein und wurde zu den Themen Waffenbesitz und Drogenherstellung befragt. McAfee flüchtete nach Guatemala, von wo er in die USA abgechoben wurde - dort lebt er seit Dezember. Wired-Reporter Joshua Davis schrieb Ende des Vorjahres dieses Portrait eines Menschen, der mehr vor sich selbst flüchtet als vor anderen .

Nun sorgt McAfee wieder für Aufsehen. In einem selbst produzierten Video nimmt er nicht nur die Klischees rund um seine Person (junge Frauen, Drogen, Schusswaffen) auf die Schaufel, sondern zeigt auch seine Unzufriedenheit mit den derzeitigen McAfee-Produkten.

Hier das durchaus witzige Video:

McAfee beschreibt darin auch, wie man die Software deinstalliert. Zahlreiche User hätten danach verlangt, denn sie wären mit der Performance der Antivirusprogramme, die meist auf PCs schon vorinstalliert sind, unzufrieden. Das ist jetzt höflich umschrieben, im Video selbst kommen einige deftige Schimpfwörter vor.

In seinem skurillen Blog gibt John McAfee weitere Einblicke in sein Leben und jene Themen, die ihn bewegen.

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