Cyber-Krieg: Nato-Staaten proben den Ernstfall

Cyber-Krieg: Nato-Staaten proben den Ernstfall

Mit einer großangelegten Übung wollen die Nato-Staaten Ende November ihre Fähigkeiten zur Abwehr von Cyber-Attacken testen.

Erprobt werden solle die Zusammenarbeit beim Umgang mit Angriffen aus dem Internet und die Koordination des IT-Krisenmanagements, erklärte das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn. In Deutschland beteiligen sich das BSI und die Bundeswehr, die die Verantwortung für die zivile beziehungsweise militärische Cyber-Abwehr tragen. Die Übung findet unter dem Titel "Cyber Coalition 2013" vom 26. bis 28. November statt.

Die erste Übung der Reihe fand nach Angaben des BSI 2008 statt. Damals habe nur die Nato selbst teilgenommen. Inzwischen beteiligten sich alle 28 Nato-Staaten sowie in diesem Jahr auch sieben weitere Partner. "Cyber Coalition" ist eine Übung unter vielen, mit denen sich Behörden und andere Einrichtungen besser auf Cyber-Angriffe vorbereiten und sich dagegen wappnen möchten. Die große Katastrophenschutzübung "LÜKEX 2011" testete die Bewältigung einer bundesweiten Krise als Konsequenz von Cyber-Attacken auf Verwaltung, Wirtschaft und Bankensystem.

Auch Großbritannien stellt seine Banken mit einem Cyber-"Kriegsspiel" auf die Probe. Ein besonderer Fokus soll bei der Übung "Waking Shark II" auf das Investmentbanking gelegt werden, sagten mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Vor einigen Monaten gab es einen ähnlichen Test in New York. Cyber-Angriffe sind in der zunehmend digitalisierten und vernetzten Welt eine der größten Sorgen der Unternehmen und Banken-Aufseher.

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