CES 2014: Die Technik-Trends des Jahres

CES 2014: Die Technik-Trends des Jahres

Der Traum vom vernetzten Alltag ist nahe: Auf der CES in Las Vegas messen tragbare Geräte, so genannte "Wearables", den Kalorienverbrauch, wie sauber die Zähne geputzt worden sind oder welchen Schlafrhythmus man hat. Intelligente Alltagsgegenstände, die mit dem Internet verbunden sind, sollen das Leben des Menschen erleichtern.

"Sie werden hier viel über das Internet der Dinge hören: all die Geräte, die zwar kein Tablet, Smartphone oder Computer, aber mit dem Internet verbunden sind", sagt Frank Gillett, Analyst beim Forschungsunternehmen Forrester. Dazu gehören Autos, die dem Fahrer sagen, dass er zu schnell unterwegs ist, oder Zahnbürsten, die direkt an das Smartphone eine Analyse senden, wie viel Belag von den Zähnen entfernt worden ist.

Für den Trend sind immer günstigere Sensoren verantwortlich. Armbänder messen die Bewegung oder den Puls des Trägers, Sensoren in Autos helfen beim Einparken und passen die Geschwindigkeit des Tempomats an den Verkehr an. Und mit dem Internet verbundene Heizungs-Thermostate realisieren, dass die Bewohner sich dem Heim nähern, damit es im Haus bereits wohnlich warm ist.

Mit UltraHD noch schärfer fernsehen

Bei den Fernsehgeräten präsentieren die Hersteller neue UltraHD-Geräte mit vier Mal mehr Bildpunkten als beim bisherigen Full-HD. Doch einige Analysten erwarten für UltraHD einen ähnlich schwierigen Markt wie für die 3D-Fernsehgräte. "Dein Fernsehgerät kann viel mehr Pixel zeigen, aber die meisten Zuschauer werden den Unterschied gar nicht merken können", sagt Analyst Gillet von Forrester. DuBravac dagegen erwartet eine große Anzahl an Ankündigungen für neue UltraHD-Geräte. UltraHD könnte davon profitieren, dass bereits viele Inhalte über Netflix, Youtube oder die großen Hollywood-Filmstudios verfügbar sind. Auch ein weiteres Indiz spricht für UltraHD: Vor rund acht Jahren haben viele Konsumenten auf High-Definition-Fernsehgeräte umgerüstet. Das Kaufverhalten aus der Vergangenheit weist daraufhin, dass Konsumenten bald wieder in ein neues Modell investieren könnten.

Sony setzt auf Ultra-HD und Fitness-Sensoren

Der japanische Konzern will etwa mit einer Videokameras für Ultra-HD-Videos punkten. Daneben präsentierte Sony Fitness-Sensoren und einen Daten-Clip für Tennisschläger. Zu den Sensoren gibt es die App Lifelog, die wie ein automatisches Tagebuch Informationen über das Leben des Nutzers aufzeichnet.

Unsere Slide-Show: Die ersten Highlights der CES 2014 in Las Vegas

Der Elektronik-Riese Sony erlebt seit Jahren eine Durststrecke. Das traditionsreiche Geschäft mit Unterhaltungselektronik schrieb jahrelang Verluste, bei den Fernsehern leidet Sony unter der abgeschwächten Nachfrage und der Konkurrenz von Billiganbietern.

Samsung stellt weltweit ersten Curved TV vor

Mit 105 Zoll Bildschirmdiagonale, 11 Millionen Pixeln Auflösung und cineastischem 21:9-Bildformat bringt Samsung den ersten Curved TV auf den Markt. Der Fernseher ist gekrümmt und hat ein doppelt so großes Kontrastverhältnis als herkömmliche Fernseher mit Flachbildschirm. Dadurch soll ein räumlicher Effekt entstehen. Zusätzlich können 3D-Effekte ohne 3D-Brillen wahrgenommen werden.

Daneben nimmt der südkoreanische Hersteller mit großen Tablets den Computer-Markt für Unternehmen ins Visier. Samsung stellte auf der Elektronik-Messe CES in Las Vegas zwei Geräte mit Bildschirm-Diagonalen von 12 Zoll (30,5 cm) vor. Die Modelle Note Pro und Tab Pro können unter anderem vier Anwendungen nebeneinander anzeigen.

Durch die Display-Größe sei auf dem Bildschirm Platz für ein Touch-Keyboard in Originalgröße, betonte Samsung am Montag (Ortszeit). Die Batterielaufzeit liege bei zehn Stunden.

Schutz der Privatsphäre bei allen Herstellern ein Thema

Der Schutz der Privatsphäre ist dabei "sicher bei allen Herstellern auf der CES auf dem Schirm", sagt Shawn DuBravac, Chefökonom des Messe-Organisators Consumer Electronics Association. "Ich stelle mir aber manchmal die Frage, ob Privatsphäre nicht eine Anomalie ist", sagt DuBravac mit Hinweis auf die Kleinstadt aus vergangenen Tagen, in denen auch jeder über jeden Bescheid gewusst habe. "Wenn ich eine bessere Benutzbarkeit durch das Teilen meiner Daten erreichen kann, dann ist das doch ein fairer Tausch."

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